forum 2012

Das 2. Forum gegen unnütze Grossprojekte

07.-11.07.2011 bei Notre Dame des Landes/Bretagne

 

 

 

 

 

 

Berichte :

Zusammenfassung vom 2. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Grossprojekte aus Notre Dame des Landes, Bretagne

Am Mittwoch, 11.07. endete das 5- tätige Treffen von Widerstandsgruppen aus Frankreich, Europa und darüber hinaus.

Ca. 8000 Besucher/innen und Teilnehmer/innen aus 15 Ländern nahmen teil.

Zu den Hauptvernetzungsgruppen von NO TAV, CADE, Acipa, STOP HS2 und gegen Stuttgart21 stießen einige neue Widerstandsgruppen aus Frankreich, Europa und darüber hinaus zu.

Einige Widerstandsgruppen aus Frankreich gegen AKWs, Autobahnen, Frakking, Nuclear, Fussballstadion nahmen teil, zudem CEE Bankwatch aus Kroatien, Eurovegas aus Spanien, Helliniko Airport Athen, No Tunnel TAV Florenz, Olkiluotoblockade Finnland, eine Initiative gegen die Bahn- Hochgeschwindigkeitsstrecke in Nordafrika, Marokko, einem Vertreter der indianische Interessen aus Mexico und die Filmemacher von Mirabel, dem desaströsen Flughafenprojekt in Montreal/Kanada.

Am Samstagvormittag konnten wir das Gelände auf dem der unnütze und aufgezwungene Flughafen für die Region Nantes entstehen soll besichtigen und machten uns einen Eindruck von der tollen Natur (die hierfür völlig unsinnig geopfert werden soll), wir besichtigten das von meist jüngeren, weitgehend autark lebenden jungen Menschen besetze Gelände. Ab dem Nachmittag konnten sich die Widerstandsgruppen kurz auf der Bühne im Hauptzelt vorstellen. Die europäischen Haupt-Widerstandsgruppen in unserer Vernetzung hatten dann zur Vorstellung ihrer Projekte am Spätnachmittag etwas mehr Zeit und auch wir konnten mit einer guten Power- Point- Präsentation das unnütze Bahnhofsprojekt Stuttgart21 und unseren Widerstand dagegen vorstellen.

Am Sonntag, dem Tag für die Bevölkerung kamen bis zu 3000 Menschen und formierten sich am Vormittag auf dem Forumgelände in einer gemeinsamen Choreographie zu dem Schriftzug „ Save the Planet, GP II Stop“.

Ab den Mittagsstunden gab es wieder viel Vorstellungen der einzelnen Gruppen und ein großer Infostandmarkt eröffnete. Der Sonntag war bei jetzt besserem Wetter ein sehr gut besuchter Tag und viele Menschen aus der Umgebung nutzen dies für Informationen. Zudem trat Gustavo Massio, Vertreter des Weltsozialforums auf.

Ab Montag begannen die tiefergehenden Vorstellungen und Diskussionen in den 3 Haupt- und 2 Nebenzelten rund um die Thematiken Transport, Energie, Klima, Agrarkultur, Kämpfe, Krisen und Alternativen, sowie den Austausch an Erfahrungen, Aktionen und Perspektiven.

Es war viel Presse Vorort und wir von gegen Stuttgart21 stießen auf hohes Interesse bei Print, Radio und Fernsehen.

Abends gab es auf dem Forum immer Konzerte und viele Bands traten auf, zudem wurden Filme von Italien, Kanada, Frankreich und Stuttgart von den Widerstandsbewegungen und Dokumentationen gezeigt.

Für das leibliche Wohl wurde sehr gut auf dem Gelände gesorgt, es gab es einige Essensstände, besondere Beliebtheit hierbei kam dem veganischen Essen der autonomen Gruppen zu. Es gab guten Wein und viel Cidre.

Auch bei dem 2. Forum gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte konnte man wieder mit entsetzen feststellen, wie unnötig diese Projekte sind. Sie schaden und zerstören die Natur und die Ökosysteme, sie werden an der Bevölkerung vorbei entscheiden, haben meist für die Bevölkerung keinen Nutzen, sind sozial ungerecht und gefährlich und besitzen eine gigantische Verschwendung öffentlicher Mittel.

Die meisten Projekte verschlingen riesige Flächen und natürliche Gebiete, erlauben keine Ernährungssouveränität und untergraben die kulturelle Vielfalt.

Wir kommen sehr motiviert und entschlossen vom 2. Forum gegen unnütz und aufgezwungene Großprojekte zurück.

Unser konkreter Widerstand, ihrer Konvergenzen und Kampf gegen die unnützen Großprojekte geht weiter. Wir wollen die Menschen weiterhin über die schädlichen, unnützen und aufgezwungenen Projekte aufklären und gemeinsam kämpfen.

Wir unterstützen mit unserer uneingeschränkten Solidarität den Kampf der Widerstandsgruppe Acipa von Notre Dame des Landes und alle die diesen Widerstand unterstützen, in Frankreich und darüber hinaus.

Wir verurteilen die Unterdrückung der Aktivisten und Bewohner.

Wir bekräftigen unsere gegenseitige Unterstützung zu allen Kämpfen gegen unnütze und aufgezwungene Großprojekte in Europa und weltweit.

 

In der Abschlusserklärung verständigte man sich zur Koordinierung auf europäischer Ebene und darüber hinaus :

– zur Schaffung einer ständigen Arbeitsgruppe als Warnfunktion und zur Mobilisierung

– zur Bündelung unserer Erfahrungen

– zur Bündelung von Ressourcen

– zur Schaffung einer europäischen Gruppe von wissenschaftlichen, technischen und rechtlichen

Fachleuten zur Überprüfung und Machbarkeit einer europäischen Bürgerinitiative

Man verständigte sich zudem zu folgenden Teilnahmen :

– Europäische Sozialforum in Florenz vom 08.-11. November 2012

– dem 3. Europäischen Tag gegen unnütz Großprojekte mit dezentralen Aktionen und Koordination

am 08.Dezember 2012

– Weltsozialforum in Tunis im März 2013

– 3. Forum gegen unnütz Großprojekte im Jahr 2013 in Stuttgart

 

Liebe Grüsse und OBEN BLEIBEN, Thomas

 

http://www.stuttgart21international.wordpress.com/

Zum Forum in der Bretagne :

https://stuttgart21international.wordpress.com/forum-2012/

aus Frankreich :

http://forum-gpii-2012-ndl.blogspot.com/

http://www.forumsocialmundial.org.br/main.php?id_menu=4&cd_language=3

http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/07/06/s21-gegner-beim-2-europaische-forum-gegen-unnutze-grosprojekte-in-frankreic/

http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/07/08/nicht-nur-bahnhof-sondern-fur-eine-andere-gesellschaft/

http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/07/17/drittes-europaisches-forum-gegen-unnutze-grosprojekte-findet-2013-in-stuttgart-statt/

bericht nddl

bericht 2. forum nddl

Zusammenfassung Ingo 14.7.12.

Rede auf der Montagsdemo vom 30.07.12 :

Redebeitrag Elsbeth Montagsdemo am 30.07.12doc 

http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/08/01/rede-uber-das-2-europaische/

Videos von der Montagsdemo mit unseren Beiträgen :

http://www.youtube.com/watch?v=Tr3EpVHYdqM&list=UU4R3TkgWFaG4nnWMy5oHLFA&index=2&feature=plcp

http://www.youtube.com/watch?v=iScXzynC1F4?&feature=player_embedded

 

Interview auf Flügel TV :

Thomas Puls zu den internationalen Protesten gegen sinnlose Grossprojekte

http://www.fluegel.tv/beitrag/4663

 

Bilder :

https://www.dropbox.com/sh/wxbtzieytzr4jfc/Gdjjc0HSUo

 https://picasaweb.google.com/ACIPA.NDDL/2012_07_07_11_Forum_GPII?authuser=0&feat=directlink

Video :

http://www.linternaute.com/video/228514/notre-dame-des-landes-un-forum-contre-les-apos-projets-inutiles-apos/

Internetseite Forum :

http://forum-gpii-2012-ndl.blogspot.de/

unsere Präsentation auf dem 2. Forum vom Widerstand gegen Stuttgart21 :

Der Stuttgarter (PS-)Widerstand

Auswahl an Infos von anderen Widerstandsgruppen:

 Eurovegas :

 http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/06/29/was-die-welt-nicht-braucht-eurovegas-in-spanien/

http://almabu.wordpress.com/2012/02/22/will-obamas-groster-feind-eine-spielholle-ein-puff-aus-katalonien-machen/

Frauen gegen AKWs in Finnland :

http://olkiluotoblockade2012.wordpress.com/

http://www.gruenes-blatt.de/index.php/2012-02:Olkiluoto-Blockade-Camp

Mirabel :
http://de.wikipedia.org/wiki/A%C3%A9roport_international_Montr%C3%A9al-Mirabel

Bankwatch :

http://www.h-alter.org/vijesti/ekologija/spomenici-ljudskoj-gluposti

 

http://www.rdl.de/index.php?option=com_content&view=article&id=17528:2forumgegenaufgezwungeneunnuetzegrossprojekteinnotredamedeslandes&catid=276&Itemid=201

 

weitere Infos, Power-Piont-Präsentationen, und Berichte von anderen unnützen und aufgezwungenen Großprojekten in Europa, z.B. No Tunnel-TAV Florenz, Frakking Frankreich, Hochgeschwindigkeitsstrecke Marokko, u.v.m

auf der Seite international : https://stuttgart21international.wordpress.com/international-2/

 

die Abschlusserklärung der 40 teilnehmenden Widerstandsgruppen aus Europa und darüber hinaus :

Schlusserklärung des 2. Forums gegen aufgezwungene

unnütze Großprojekte

Wir Teilnehmer des 2. Forums gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte, das vom 7. bis zum 11. Juli 2012 in Notre-Dame-des-Landes in Frankreich stattfand,

stehen hinter dem Kampf und erklären unsere volle Solidarität mit den Bewohnern von Notre-Dame-des-Landes und Umgebung und ihren Unterstützern in Frankreich und weit darüber hinaus gegen das Projekt des neuen Flughafens für die Stadt Nantes.

wenden uns öffentlich gegen die Repression an den Bewohnern und den Aktivisten

bekräftigen unsere gegenseitige Unterstützung für den Widerstand gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte in Europa und in der Welt.

Wir haben uns versammelt, um Großprojekte zu kennzeichnen, zu erfassen und zu bekämpfen, die wir als unnütz betrachten, die sozial ungerecht und ökologisch zerstörerisch und gefährlich sind, in die horrende Summen öffentlicher Gelder fließen und bei denen die Bevölkerung von der Entscheidung ausgeschlossen wird. Die meisten dieser Projekte verschlingen Ackerland und unberührte Natur, sie wirken der Nahrungssouveränität entgegen und gefährden die kulturelle Vielfalt.

Auf dem 2. Forum versammelten sich etwa 40 Kollektive und Organisationen, darunter 15 aus ganz Europa und darüber hinaus. Über 8000 Menschen nahmen teil an den verschiedenen Workshops mit einem reichen Schatz von Berichten, mit dem Austausch über Handlungsperspektiven, über den Bau von Alternativen zu den Großprojekten und für andere Gesellschaftsformen.

Wir beschlossen folgende Punkte:

die Koordinierungunserer Kämpfe auf europäischer Ebene und darüber hinaus durch

– Bildung einer ständigen Arbeitsgruppe zur Mobilisierung und Alarmierung

– gegenseitigen Erfahrungsaustausch

– Schaffung gemeinsamer Mittel (die Internetseite) 

– Bildung einer Expertengruppe mit wissenschaftlichen, technischen und juristischen Kompetenzen;

-eine Eignungs- und Machbarkeitsstudie für eine europäische Bürgerinitiative zu einer Gesetzesinitiative beim Europaparlament;

die Beteiligung

– am europäischen Sozialforum vom 6. bis 11. November 2012 in Florenz

– am Weltsozialforum im März 2013 in Tunis;

die Organisierung

– eines koordinierten dezentralen Aktionstags am 8. Dezember 2012 (des dritten europäischen Aktionstags gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte)

– des 3. Forums gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte im Sommer 2013 in Stuttgart.

Unsere konkreten Kämpfe und ihre Bündelung lassen gegenwärtig das Konzept für die aufgezwungenen unnützen Großprojekte zutage treten. Wir wollen es erklären und breit bekannt machen.

Beim Abschluss dieses Forums sind wir mehr denn je motiviert und entschlossen, unsere Ziele weiter zu verfolgen und unsere Kämpfe noch besser zu verbinden.

Notre-Dame-des-Landes, den 11. Juli 2012

Schlusserklärung 20.07.

 

findet dieses Jahr vom 07. bis 11. 07. 2012 in Notre Dame des Landes in der Nähe von Nantes in der Bretagne statt.

 

Hallo,

am kommenden Freitag, 07.07. beginnt das 2. europäische Forum gegen unnütze Großprojekte in La Paquelais, nähe Notre Dame des Landes in der Bretagne, Frankreich.

Eingelanden zum Forum hat die Widerstandsgruppe AGIPA die seit über 40 Jahren gegen den Bau eines Großflughafens ankämpft.

Viele Widerstandsgruppen aus Frankreich und Europa werden an dem Treffen teilnehmen und sich vom 07.07. – 11.07.2012 über unnütze und aufgezwungene Großprojekte austauschen.

Der Arbeitskreis „Stuttgart21ist überall“ nimmt daran teil und fährt mit einer über 20 köpfigen Delegation dorthin.

Ziel des Forums ist der Austausch, voneinander zu lernen, zusammen aktiv zu werden, Netzwerke zu schaffen und Perspektiven zu finden, zudem die Einheit und Verschiedenheit der Großprojekte kennen zu lernen.

Das 2. europäische Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte versteht sich als Fortführung des ersten Forums zu diesem Thema, das Ende August 2011 im Susatal (Italien) gemeinsam mit internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern u.a. aus Stuttgart und aus Notre Dame des Landes durchgeführt und in den Rahmen des Weltsozialforums gestellt wurde.

In der heutigen Zeit, in der die Regierungen entgegen ihrer Versprechungen die „grüne Wirtschaft“ zu förden, darauf verzichten. Die Regierungen über die Gesetze der Wirtschaftlichkeit hinaus gehende politische Entscheidungen zu ungunsten sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit treffen, führt die Ausdehnung der Vermarktung der Natur und der Gesellschaft und ihre Einbeziehung in die Finanzspekulation, in eine beispiellose Krisenhaftigkeit (Finanzkrise, Wirtschaftskrise, soziale Krise, ökologische Krise…).

Im Bewusstsein darüber, was heute auf dem Spiel steht, erhebt sich überall die Bevölkerung gegen die riesigen Schäden, die durch die auf Hochtouren durchgezogene „Fehl-“Entwicklung hervorgerufen werden.

Die Menschen fordern andere Gesellschaftsformen, stellen aber fest, dass immer mehr pharaonische Projekte aufgezwungen werden. Wobei Ökosysteme verwüstet, bestehende Lebensformen und Solidarität zerstört und öffentliche Mittel auf Kosten ihrer Grundbedürfnisse verschlungen werden.

Zum 2. europäische Forum gegen unnütze Großprojekte eingeladen sind Gruppen, vor allem aus Europa, die aus eigener Sicht im Widerstand gegen Projekte der Kategorie der aufgezwungenen unnützen Großprojekte aus den Bereichen Transport, Energie, Industrie und Handel (Autobahnen, ICE-Strecken, Pipelines, Atommeiler, Bahnhöfe, Einkaufszentren…) stehen.

Im Verlauf dieser Tage wollen wir uns gegenseitig vorstellen, uns besser kennen lernen, gemeinsam gegen die Projekte aktiv werden, feiern, die Solidarität zur Stärkung unserer Kämpfe in den verschiedenen Ländern und Regionen und Bereichen konkret aufbauen.

Mit Workshops, Konferenzen, Diskussionen, Ständen, Ausstellungen, Vollversammlungen und Konzert soll eine gemeinsame Abschlussveranstaltung mit Perspektiven auf den Weg gebracht werden.

Bei der Abschlussveranstaltung wird auch der Austragungsort des 3. Forums gegen unnütze Großprojekte 2013 festgelegt, zu deren Ausrichtung sich der AK „Stuttgart21 ist überall“ für Stuttgart ausgesprochen hat.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Puls

Infos unter :

http://www.stuttgart21international.wordpress.com/

Zum Forum in der Bretagne :

https://stuttgart21international.wordpress.com/forum-2012/

aus Frankreich :

http://forum-gpii-2012-ndl.blogspot.com/

http://www.forumsocialmundial.org.br/main.php?id_menu=4&cd_language=3

contact.forum.gpii@free.fr

2. forum noter dame veranstaltungsflyer

Das Vorbereitungstreffen zum Forum in Notre Dame des Landes vom Arbeitskreis „Stuttgart21 ist überall“ hat am

13. 06. um 19 Uhr

in der Kellerschenke

im DGB-Haus , Theodor-Heuss Strasse 2a stattgefunden

 

Der AK „Stuttgart21 ist überall“ organisiert wieder eine Teilnahme am Forum.

Wir organisieren die Anfahrt wieder über Privat-PKW, auch können gerne Teilnehmer den Aufenthalt mit einem Urlaub in der Bretagne verbinden, hierfür kann man sich an Sigi Bublik vom Arbeitskreis wenden, der gerne bei der Suche vom Urlaubsort und Unterbringung weiterhilft.

Die Unterbringung wird Privat über eine Bettenbörse, einem Zeltplatz auf den Gelände oder einem offiziellen kostenpfichtigen Zeltplatz in Nähe möglich sein.

Wir haben zur Anreise 7 Fahrgemeinschaften mit 23 Personen zusammengestellt und haben noch 2 freie Plätze !                   (Stand : 27.06.12) 

Siggi hat uns 3 Anreisevarianten von Stuttgart aus nach La Paquelais / Vigneux de Bretagne bei Notre Dame des Landes herausgearbeitet :

Anreise in die Bretagne

http://maps.google.de/maps?q=la+paquelais+vigneux+de+bretagne&hl=de&ll=47.353362,-1.707172&spn=0.053496,0.106945&hnear=La+Paquelais,+Vigneux-de-Bretagne,+Loire-Atlantique,+Pays+de+la+Loire,+Frankreich&gl=de&t=m&z=13

Folgende Infos aus den Vorbereitungstreffen :

Hier die Infos zu unseren Treffen vom  Mittwoch, 13.06. :

Es ging um die Organisation zur Fahrt zum 2. europäischen Forum gegen unnütze Grossprojekte nach Notre Dame des Landes/Bretagne/Frankreich.

Dadurch, dass am Mittwoch nicht jede/r die Möglichkeit hatte zum Treffen dazu zu kommen und dennoch mit zum 2. Forum fahren möchte, meldet sich bitte bei mir unter Thomas-Puls@t-online.de

 Das Forum findet vom 07.07. bis 11.07. statt

Freitag der 06.07. ist Anreisetag, ab 18 Uhr startet das offizielle Programm in Notre Dame des Landes.

Es haben sich 4 Fahrzeuge für 12 Personen gefunden und Fahrgemeinschaften gebildet, zudem organisiert eine Gruppe aus Böblingen eine Anreise mit bis ca. 8 Personen mit 2-3 Fahrzeugen.

Wir haben noch ca 3 freie Plätze in Fahrzeugen, Interessierte können sich also noch melden.

 

Auch können sich gerne noch zusätzliche Fahrzeuge melden.

Alle Fahrgemeinschaften möchten bisher den Freitag, 06.07. zum Anreisen nutzen, die meisten Fahrgemeinschaften werden bereits am 11.07. die Rückreise antreten, 2 am Wochenende 14.07.

Ein gemeinsames Treffen zur Abfahrt wurde für Freitagmorgen 6 Uhr am ehem. ZOB am Südflügel des Bahnhofs ausgemacht.

Sigi wies später in der Einführung zur Bretagne auf eine frühere Abfahrtszeit deutlich hin, er fährt aus eigener Erfahrung meist morgens gegen 2 Uhr in Stuttgart ab, wir sollten demnach diesen Punkt nochmal überdenken und besprechen.

Zur Unterbringung beim Forum gibt es die Möglichkeiten über kostenlose Campmöglichkeit auf dem Gelände des Forums, einen Campingplatz in der Nähe (kostenpflichtig), Unterbringung in Gastfamilien, oder in Pensionen und Hotels (auf eigenen Kosten).

Die meisten Teilnehmer sprachen sich für die Campingmöglichkeit (prov. Dusche und Toilette wird aufgebaut) auf dem Gelände aus, ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass Mensch sein eigenes Zelt u.s.w. dafür mitbringt.

Die jenigen die in einer Gastfamile untergebracht werden möchten, wenden sich bitte an den AK :

http://www.s21.international@unser-park.de/

 Sigi hat im 2. Teil des Abends einiges zur Bretagne, zur Kultur, Landschaft und Anfahrt erläutert und ihr findet eine erste Zusammenstellung von ihm im Anhang.

Zudem wird Sigi uns noch Fahrrouten nach Notre Dame des Landes anbieten und ich werde dies dann in den Verteiler und unseren Blog stellen.

Somit die ersten Infos und Ergebnisse aus unseren ersten Organisationstreffen zur Fahrt zum 2. Forum gegen unnütze Grossprojekte.

Es können noch Referenten/Referentinnen, Workshops und Infosstände in Notre Dame des Landes angemeldet werden.

Zudem freuen wir uns auch über finanzielle Unterstützung,

die z.B bei der Montagsdemo in Stuttgart am 11.06., 18.06., 25.06. und 02.07. abgegeben am Infostand zum 2. Forum übergeben werden kann, oder per Mail sich an den AK wenden :

http://www.s21.international@unser-park.de/

Die Einladung :

Einladung zum 2. europäischen Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte, vom 7. bis zum 11. Juli 2012 in Notre Dame des Landes

(bei Nantes,-Loire Atlantique France)

Liebe Freunde, nach vertiefter Diskussion sowohl über den Kern (politische Bedeutung) als auch über die Machbarkeit traf die Koordination des Widerstandes gegen das Flughafen-Projket von Notre-Dame-des-Landes die Entscheidung,von Samstag,07.07. bis Mittwoch, 11.07.2012 das 2. europäische Forum gegen unnütze Großbaustellen (thematisches Forum des WSF – WEltsozialforums) in Notre-Dame-des-Landes durchzuführen.

Wir sind uns über die enorme Herausforderung der Organisierung bewusst und entschlossen, alles ins Werk zu setzen, um den Erfolg zu sichern, den unseres Kampfes und Eurer und den aller derer, die sich uns anschließen werden. 

Der Welt-Gipfel des CUDD (städtisches Zentrum für nachhaltige Entwicklung) in Rio de Janeiro (Brasilien) im Jahre 1992 stellte den ersten weltweiten Kalender und die 27 Prinzipien für nachhaltige Entwicklung auf. 20 Jahre später, wiederum in Rio, vom 20. bis 22. Juni 2012, werden die Regierungen entgegen ihren Versprechungen die grüne Wirtschaft fördern und darauf verzichten, über die Gesetze der Wirtschaftlichkeit hinaus gehende politische Entscheidungen zugunsten sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zu treffen. Ihre grüne Wirtschaft führt zur Ausdehnung der Vermarktung der Natur und der Gesellschaft und ihre Einbeziehung in die Finanzspekulation, in dieser Zeit wo wir eine beispiellose Krisenhaftigkeit erleben (Finanzkrise, Wirtschaftskrise, soziale Krise, ökologische Krise).

Im Bewusstsein darüber, was heute auf dem Spiel steht, erhebt sich überall in der die Bevölkerung gegen die riesigen Schäden, die durch die auf Hochtouren durchgezogene Fehl-Entwicklung hervorgerufen werden. Die Menschen fordern andere Gesellschaftsformen, stellen aber fest, dass immer mehr pharaonische Projekte aufgezwungen werden (Flughäfen, Autobahnen, Hochgeschwindigkeitszugstrecken, große Staudämme, Megaprojekte für die Industrie oder den Handel), wobei Ökosysteme und Ackerland verwüstet, bestehende Lebensformen und Solidarität zerstört und öffentliche Mittel auf Kosten ihrer Grundbedürfnisse verschlungen werden. Sie organisieren sich um sich der Durchsetzung entgegenzustellen, schlagen Alternativen vor

 

 

Die Gegner des Großprojekts von Notre Dame des Landes die sich gegen das 40 Jahre alte Projekt eines neuen Flughafens in der Gegend von Nantes, Loire Atlantique, Frankreich, zusammengeschlossen haben, haben sich entschieden, das 2. europäische Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte zu organisieren. Diese Initiative wird die Form eines thematischen Forums zum Weltsozialforum annehmen. Sie will den Zusammenschluss zahlreicher aktueller Kämpfe gegen diese unnützen Großprojekte erreichen, damit sie als solche gekennzeichnet, erfasst und bekämpft werden können. Sie will organisieren, dass in ganz Europa gleich laufenden Aktionen entwickelt werden um auf dem Weg des sozialen, ökologischen und demokratischen Übergangs voran zu kommen.

 

Wir laden daher alle ein, örtliche Kollektive, Netzwerke, Organisationen, , die in diesen Kämpfen engagiert sind, vom 7. bis 11. Juli 2023 nach Notre Dame des Landes zu kommen, um gemeinsam weiter zu kommen und zu handeln.

Charta der Prinzipien des Weltsozialforums auf Französisch:

http://www.forumsocialmundial.org.br/main.php?id_menu=4&cd_language=3

Notre-Dame-des-Landes :

Noch ist nichts unumkehrbar. 

Gemeinsam weiter kämpfen ! 

Bedrohung durch ein Projekt, das nicht gebaut werden wird…

Information : http://acipa.free.fracipa.info@free.fr

http://aeroportnddl.fr/

zad.nadir.org

film : www.lagoradebretagne.fr 

aufgezwungene unnütze Großprojekte

Thematisches Forum des Weltsozialforums (WSF)

La Pâquelais VIGNEUX DE BRETAGNE (44)

(nahe bei Notre-Dame-des-Landes)

http://forum-gpii-2012-ndl.blogspot.com

contact.forum.gpii@free.fr

EINLADUNG

Aufruf

Anmeldung

Steckbrief 2. Forum NDdL

Vorläufige Planung d_forum_2012

Einladungsflyer vom AK :

Flyer aktuell 01 Einladungsblatt -d- zum 2. Forum korr

2. europäisches Forum

gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte

 

vom 7. bis zum 11. Juli 2012

 

in Notre Dame des Landes, Frankreich

Loire Atlantique, nahe bei Nantes, Süd-Bretagne

 

 

Begreifen, erfassen, bekämpfen

durch Aktionen und Konvergenz unserer Kämpfe

Dieses 2. europäische Forum gegen aufgezwungene unnütze Großprojekte versteht sich als Fortführung des ersten Forums zu diesem Thema, das Ende August 2011 im Susatal (Italien) gemeinsam mit internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern u.a. aus Stuttgart und aus Notre Dame des Landes durchgeführt und in den Rahmen des Weltsozialforums gestellt wurde.

Eingeladen sind alle Gruppen v.a. in Europa, die aus eigener Sicht im Widerstand gegen Projekte der Kategorie der aufgezwungenen unnützen Großprojekte aus den Bereichen Transport, Energie, Industrie und Handel (Autobahnen, ICE-Strecken, Pipelines, Atommeiler, Einkaufszentren…) stehen.

Hier eine Vorschau auf das Programm:

1. Teil: Wochenende des 7.-8. Juli: Begegnung mit der Bevölkerung der Region.

Im Verlauf dieser beiden Tage wollen wir uns gegenseitig vorstellen, uns besser kennen lernen, gemeinsam gegen das Projekt aktiv werden, feiern, die Solidarität zur Stärkung unserer Kämpfe konkret aufbauen.

Samstag: Rückblick auf die Umweltpolitik; Vorstellung der Kämpfe in verschiedenen Ländern und Bereichen; Konzert. Sonntag: Gemeinsame symbolische Aktion; Picknick, Kabarett-Theater „Tribunal: Delirien In Flagranti“; Konzert.

2. Teil: 9.-11. Juli: verschiedene Themen.

Von Montag 9.30 Uhr bis Mittwoch 12 Uhr vormittags und nachmittags Workshops, Konferenzen, Stände, Ausstellungen, etc.; am Montagabend Vollversammlung, am Dienstagabend Konzert. Am Mittwochnachmittag gemeinsame Abschlussveranstaltung mit Perspektiven.

Ziele:

Die Einheit und Verschiedenheit der Großprojekte kennen lernen:

Unser gemeinsamer Nenner ist der Widerstand gegen Großprojekte um jeden Preis, die Ackerland, Umwelt, Klima und Solidarität zerstören. Das Forum soll die theoretische Klärung des Begriffes „aufgezwungene unnütze Großprojekte“ voranbringen. Bisherige Bewertungskriterien für diese Art Projekte sind u.a.:

– Lügen,

– völlig haltlose Überdimensionierung des Bedarfs der Bevölkerung,

– Verschwendung: von lebenswichtigen und wertvollen Ressourcen (Boden, Wasser, fossile Ressourcen),

– Verschwendung von öffentlichen Geldern, die für die wirklichen Bedürfnisse der großen Mehrheit dringend gebraucht würden.

Die Gruppen im Widerstand sind sich einig über die Notwendigkeit, die Projekte möglichst an der Wurzel zu treffen.

Wege:

Von einander lernen, zusammen aktiv werden:

Dem Austausch unter Gruppen, die im Widerstand engagiert sind, (einschließlich der beendeten, siegreichen Kämpfe) viel Raum gewidmet werden; Erfahrungsaustausch über die allgemeine Strategie, über Aktionsformen vor Ort, juristische Maßnahmen, die Schnittstellen mit der Politik.

Netzwerke schaffen:

 Der Austausch soll die begonnen Netze stärken und uns gemeinsame Instrumente in die Hand geben, wie wir in Europa medial sichtbar werden – eine Homepage, ein gemeinsamer europäische Aktionstag, etc. Wir wollen eine gemeinsame Erklärung verfassen, die den augenblicklichen Stand unserer Überlegungen zu unserem Kampf gegen die aufgezwungenen unnützen Großprojekte behandelt.  

Perspektiven finden:

Schließlich enthält der WIDERSTAND GEGEN ETWAS, ZUR VERTEIDIGUNG, seinen vollen Sinn erst mit dem gleichzeitigen Überlegen und Aufbauen von Alternativen, die die aktiven Gruppen vorschlagen – WEGE zum ökologischen, sozialen, demokratischen WANDEL. Dafür wünschen wir uns die Beteiligung von Gruppen, die sich auf diesem Weg engagieren.  

Landschaften werden zerstört, lokale Gemeinschaften auseinandergerissen, Ländereien geraubt und Grund und Boden in Beschlag genommen, das Klima durcheinander gebracht, die natürlichen Ressourcen verschwendet und die Mittel verschleudert, Wenn wir darüber diskutieren, trifft das auch den Kern der Probleme von Notre Dame des Landes : Ernährungs-Souveränität, Energie und Klima, soziale Gerechtigkeit sowie die übergreifenden Fragen nach der Demokratie.

Mach mit!

Um frühzeitige Anmeldung wird gebeten. Die Kosten sind Selbstkostenpreise. Campingplatz auf dem Widerstandsgelände und preiswerte Unterkünfte sind vorhanden.

Gruppen, die den gemeinsamen Aufruf (ähnlich dem hier abgedruckten) noch mit unterzeichnen möchten, können dies per e-mail an die Adresse

 

contact.forum.gpii@free.fr

anmelden.

Mehr zur internationalen Lenkungsgruppe des Forums

http://forum-gpii-2012-ndl.blogspot.com/Noch ist es möglich, Redner und Workshops anzumelden.

Der Arbeitskreis „Stuttgart 21 ist überall“ ist mit anderen französischen und internationalen Teilnehmern Mitunterzeichner des Aufrufs. Ihr erreicht uns unter

s21.international@unser-park.de

und findet Infos über uns auf der Homepage

https://stuttgart21international.wordpress.com/

Wir laden alle, die mit uns in Notre Dame des Landes

dabei sein wollen, ein zum

Vorbereitungstreffen in Stuttgart

Am 13. Juni um 19 Uhr

in der DGB-Kellerschänke

 

 

Nachricht vom Steuerkomitee :

Nachricht

an das internationale Steuerungskomitee

17. Mai 2012, nach unserem Treffen des nationalen Steuerungskomitees

 

Liebe Freunde,

nach unserem – echten – Teilsieg in Verbindung mit dem Hungerstreik beeilen wir uns jetzt sehr mit der Vorbereitung des Forums.

1) Das Steuerungskomitee

Danke an NO TAV, CADE, Stuttgart 21, dass Ihr bereit seid, an dem internationalen Steuerungskomitee teil zu nehmen. Wir sind uns im klaren, dass die Anwesenheit dieser (Organisationen) Notre Dame de Landes nicht von seiner Verantwortung entbindet, sondern wir wollen mit der europäischen Dimension der Veranstaltung unseren Wunsch nach Fortsetzung des 1. Forums bekräftigen und gemeinsam handeln sowie die Gestaltung des Forums kollektiv im Blick haben.

Im Moment haben wir noch keine Antwort von Stop Hs2, also keine englischen Organisationen, und auch keine spanischen als Unterzeichner: ich werde Stop Hs2 deutlich machen, dass wir sie unbedingt im internationalen Steuerungskomitee dabei haben sollten.

Und wenn möglich auch eine spanische Organisation (eventuell andere Organisationen, je eine pro Land), denn wir wollen das Steuerungskomitee nicht weiter ausdehnen, es muss in seiner Dimension handlungsfähig bleiben, aber wir schlagen den Organisationen, die das wollen, vor, die Texte ZUSÄTZLICH zum Steuerungskomitee zu unterschreiben.

Wir beabsichtigen, auf dem Flyer (der fast fertig ist) die Logos der Gruppen des Steuerungskomitees zu veröffentlichen.

2) in dem beigefügten Anhang befindet sich der Text gpii_fr_annonce2 pilot international, unter den Ihr Eure Unterschrift gesetzt habt. Der folgende ist ein genauerer Aufruf für die Organisationen was die Teilnahme betrifft – mit Details über die Modalitäten der Teilnahme und die finanziellen Modalitäten. Die letzten 2 sind mehr technische Unterlagen: Anmeldeformular und Steckbrief. Diese 4 Texte sind in Vorbereitung zur Übersetzung: wenn Ihr schon Übersetzungen gemacht habt vom ersten Text (außer dem überarbeiteten Ende), dann danke, wenn Ihr es mir zuschickt.

Wir haben auch einen musikalischen und kulturellen Unterhaltungsteil, der gut voran kommt: Ihr könnt natürlich auch Vorschläge machen. Wir sind dabei, in einem nahe gelegenen Vereins-Saal ein Mini-Filmfestival über Kämpfe aufzubauen. Wir suchen auch dringend aktive Gestalter für die Projekte (Flyer, Zeichnungen, Transparente…), die wir auf unserer Webseite ausstellen wollen: europäische Künstler, mit denen Ihr Kontakt aufnehmen könnt, sind selbstverständlich eingeladen, teil zu nehmen.

3) Weitergabe der Infos: wir möchten, dass jede Organisation des Steuerungskomitees die Weitergabe der Infos in seinem Land selbst übernimmt, so in der Art und Weise: „wir schlagen anderen Bewegungen gegen unnütze Großprojekte (den Bewegungen gegen den Ausbau der Flughäfen in München und Frankfurt und der Anti-Atom-Bewegung) vor, mit uns nach Notre Dame de Landes zu kommen.“

Ist es möglich, dass sie auch den Aufruf unterzeichnen?

Ja, mit der regelmäßigen Aktualisierung der Unterschriften – aber ZUSÄTZLICH zum Steuerungskomitee – damit nichts hinausgezögert wird.

Mit dieser Arbeitsweise als “ Netzwerk von Netzwerken“ werden wir am wirkungsvollsten sein.

4)

Die allgemeine Organisation (Skizze) ist der Schautafel zu entnehmen

5)

Thematik und Programm

Einzelne Sachthemen

werden Gegenstand verschiedener workshops (Themenfelder) und der Organisierung durch einen oder mehrere Referenten (Einzelpersonen oder Organisationen) sein:

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Personenverkehr und Güterverkehr

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Energie – Energiewende – Energiesparende Produktion: Michel Jean-Paul, Mylene

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Nährmutter Erde – Lebensmittel-Selbstversorgung: Jacques  + Bauern-Verband, Via Campesina

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Sparprogramm – Ankurbelung – Großprojekte – ökonomische und politische Aspekte: Geneviève CG mit dem wissenschaftlichen Beirat von Attac und von den Économistes Atterrés (Erschütterte Wirtschaftsexperten)

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Klima: Genevieve CG Attac und Referenten Kopenhagen/Rio+20

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Erfahrungsaustausch über die Praxis der Kämpfe: Christian Grisollet

Dieses letzte Thema wird sowohl einzeln wie übergreifend diskutiert: z.B. unsere Erfahrung über juristische Aspekte und Berufung können in eigenen workshops abgehandelt werden, aber der Erfahrungsaustausch kann auch in workshops stattfinden, die nicht ausgesprochen dafür vorgesehen sind.

Übergreifende Themen:

Definition der Großprojekte, Bewirtschaftung des Bodens, Demokratie, diese übergreifenden Themen und Kompetenzen sind in allen spezifischen Themen enthalten.

Wir haben ein großes Problem mit der Vorbereitung des Teils zum Transport (Eisenbahn-Personen- und Güterverkehr): Michel, unser Referent für das Thema, ist noch sehr vom Hungerstreik geschwächt und kann diese Aufgabe nicht absichern: Wir bitten Jemanden aus dem Bereich der Eisenbahnproblematik um Hilfe: Es handelt sich darum, die Redebeiträge, workshops etc. zu diesem Thema zu ordnen und an der Programmerstellung teil zu nehmen.

6) Eure Vorschläge für workshops

der von K21:

tausendmal ja, im Bereich Austausch über die Kämpfe.

„Wie wir schon angekündigt haben, wollen wir einen workshop über die Frage machen, was bisher in den verschiedenen Etappen einen wirkungsvollen Kampf in Stuttgart gegen den Tiefbahnhof vorangebracht hat und was ihn behindert hat. Wir führen eine lebhafte Auseinandersetzung darüber und sind dabei, das zu strukturieren, weil wir das gerne mit Euch diskutieren möchten, indem wir einige Besonderheiten aufbereiten und die wichtigen Erfahrungen verallgemeinern. Dazu bereitet Thomas eine kleine Photoreihe über unseren Kampf vor.“

Was NO TAV betrifft, so habe ich das nicht recherchiert:

unsere Antwort ist ja, es giltdasselbe, da wir die gleichen Absichten teilen.

7)

Die praktische Organisation untereinander

a)

email-Liste: noch zu ERGÄNZEN

NddL:

Geneviève Coiffard-Grosdoy

Christian Grisollet

Agnès Belaud

Regis Fresneau

CADE :

Martine Bouchet

No tav:

Eleonora Ponte

Lisa Ariemma 

Sabine Bräutigam 

Stuttgart: Oben bleiben:

Elsbeth Sureau

Andere:

b) Das Format der Daten für den gegenseitigen Austausch? Beachtet auf jeden Fall das Format der Dateibezeichnungen:

gpii_langue_objet_proj, wenn es sich um einen Text zum Projekt handelt: beim

endgültigen Text das proj weglassen

c) ein Datum festlegen für eine Skype-Schaltung?

Es gibt bestimmt noch andere Punkte, wir bitten um Eure Reaktionen.

 

Für das örtliche Steuerungskomitee

Geneviève und Christian

Unser inhaltlicher Beitrag beim Forum :

AK S 21 ist überall Entwurf von Ingo für Beitrag Stuttgart zum Forum NDdL:

Wie sich eine Massenbewegung abwickeln lässt

(Als Kurzfassung könnte mein Beitrag zum Forum in Florenz 3.3.12 dienen)

I. Der Aufschwung der Bew.

– Seit der Geburt des Projekts 1994: 17 Jahre unermüdlicher Aufklärungsarbeit durch die BI „Leben in Stgt. – Kein S 21“, auf Veranstaltung von W. Wolf initiiert.

– 1996 Bürgerbegehren wird verhindert, weil wir stärker sind (nur 38 % für S 21).

– 1997 „Bürgerbeteiligung“ im Rathaus bald abgewürgt, weil Teilnehmer gegen S 21.

– 2007 Zweiter Anlauf zu einem Bürgerbegehren (67 000 Unterschriften) wird wieder abgewürgt. Enttäuschung.

– 2007 Bildung des „Aktionsbündnisses“ aus BI „Leben in S. …“, Grüne, BUND, VCD…

Sept. Großdemo Makrtplatz.

– 2009 Gemeinderatswahlen: Grüne mit 25 % stärkste Partei. SÖS zus. mit Linke 9 %.

– 26.10.2009 Erste Mo-Demo. Bis heute demonstrieren jeden Mo zwischen 2 000 und 5 000 Leute unverdrossen.

– Die „Parkschützer“ werden ins Leben gerufen, Bezugsgruppen, die gewaltlosen zivilen Ungehorsam trainieren. Keine polit. Orientierung (außer gegen S 21), aber Aktionen nach dem Vorbild der Friedensbewegung und von Greenpeace.

Das Jahr 2010: 

Höhepunkt der Bewegung.

Von nun an ging’s mit der Bewegung bergab.

Zwar hatte man faktischen Baustopp durchgesetzt, und die Bewegungskultur wie Straßendemonstrationen und Park- und Baumbesetzungen wurden toleriert.

Aber die Mobilisierung auf der Straße nahm kontinuierlich ab.

„Robustes“ Vorgehen gegen die Bewegung war für die Herrschenden tabu geworden.

Aber entsprechend wollte sich die Bewegung auch nur friedlich ausdrücken – Gewalt, Sabotage, Erzwingungsaktionen waren (und sind) verpönt.

II. Der Niedergang

erfolgte in vier Stufen: Schlichtung – Landtagswahlen – Stresstest – Referendum.

1. Die Schlichtung 22.10 – 30.11.2010:

Nach dem 30.9. waren nicht nur die Projektbetreiber, sondern die Herrschenden in Panik. Stuttgart musste „befriedet“, die „Spaltung der Bevölkerung“ gekittet werden. Grüne und Mappus einigten sich auf Geißler als „Schlichter“, um die Bevölkerung zu ködern. Im „Faktencheck“ vor Millionen von TV-Zuschauern wurde das Projekt von unseren Experten zerpflückt. Wann gab es so was schon mal in der Geschichte?Wann konnte eine Bewegung sowas erreichen? Eindeutiger Punktsieg für uns! Dachten wir.

Die Bewegung glaubte an die Macht der Fakten, an die Macht der Argumente.

Dann der „Schlichterspruch“: Weiterbauen – mit Verbesserungen und Stresstest.

Der Konflikt war „versachlicht“!

Und wenn vor der Schlichtung 54 % der Bev. gegen S 21 und 35 dafür waren, so waren nachher nur noch 38 % dagegen und 54 dafür!

2. Die Landtagswahlen am 27.3.2011:

Mappus-Regierung gestürzt, erster Grüner Ministerpräsident! Die Bewegung triumphierte. Und merkte nicht: Der Schwerpunkt der Auseinandersetzung hatte sich immer mehr von der Straße auf die klassische politische Ebene verlagert. Warum noch demonstrieren? Jetzt standen Strasstest und Volksabstimmung der grünen Regierung an.

Irgendwie hatte man die Verantwortung an die Regierung abgegeben.

3. Der Stresstest:

Wieder von Geißler moderiert, am 29.7.2011.Es ging um die Frage: Schafft der Tiefbahnhof 30 % mehr Züge? Die Bewegung ließ sich darauf ein, ohne zu fragen, ob man überhaupt mehr Kapazität braucht. Wieder Betrug und falsche Zahlen. Wieder öffentlich gemachte Experten-Diskussionen. Ergebnis: Test bestanden!

4. Das Referendum:

Am 27.11.2011. Es gehörte zur Koalitionsvereinbarung zwischen Grünen und SPD, da man sich zu S 21 nicht einigen konnte: Das Volk von BW sollte entscheiden. Trotz falscher Fragestellung und anderer Widersprüchlichkeiten stürzte sich die Bewegung unter Führung des Aktionsbündnisses in den Stimmenkampf. Und verlor: 58 % der Stimmen für S 21! Dabei hatte man an der Farce mitgespielt, hatte sie auch noch demokratisch legitimiert!

Die Bewegung fiel in Depression. Ihre Führung und die Parkschützer waren völlig desorientiert: Jetzt noch weiter demonstrieren? Gegen die Mehrheit?

Aber der „Große Ratschlag“ mit fast 1000 Aktivisten entschied: Der Kampf geht weiter!

Wie? Jegliche Orientierung fehlte.

Als im Februar 2012 der Südflügel des Bahnhofs und dann auch der Park zerstört wurden, antwortete man mit ohnmächtigen Sitzblockaden.

Wie weiter? Jetzt ist die Phase der Neu-Orientierung nach der Niederlage. Themen ausweiten! Und überhaupt: Vertiefen!

Erinnern wir uns: Den Erhalt des Hotel Silber konnten wir durchsetzen – sozusagen als Nebenprodukt der S 21 – Bewegung.

Von den Ostermarsch-Demos in Deutschland im April war die in Stuttgart die Größte!

Und die Feinstaub-Demo am 21.4. mobilisierte das Potential der Mo-Demos!

Uns kriegt ihr nicht mehr los!

Ob der OB-Wahlkampf neuen Schwung in die Bewegung bringt? Daran ist nach all den Erfahrungen mit direkter und indirekter Demokratie wohl Zweifel angebracht.

III Die Fallen der Bewegung

1. Demokratie:

Eine Bewegung wie unsere gegen S 21 ist keine Ergänzung zur parlamentarischen Demokratie, sondern ist ihr Gegenteil, steht im Widerspruch zu ihr, ist antagonistisch, ein Entweder – Oder.

Die parlamentarische Demokratie, die Regeln und Rituale der Demokratie sind der Tod der Bewegung. Die Demokratie ersetzt die Bewegung, macht sie überflüssig. Schlichtung – Landtagswahl – Stresstest – Referendum: Jedes dieser vier Highlights der Bewegung haben diese geschwächt nach dem „undemokratischen“ Höhepunkt des 30.9.2010.

Eine Bewegung hat gehorcht einer anderen Logik als etablierte Parteien und Verbände.

Die Frage für die Bewegung ist:

Kann sie aus den Formen der direkten und indirekten Demokratie Nutzen ziehen?

Die Frage für die Parteien und Verbände ist:

Kann man aus der Bewegung für die eigenen Ziele Nutzen ziehen.

2. Thematik: Die S 21 – Bewegung hat sich bewußt auf das Thema Bahnhof beschränkt. Mit der Begründung: Sonst wird sie geschwächt und gespalten.

Keine Position wurde bezogen zu: NBS, AKW, Flughafen, Tempowahn, Auto, Kapitalismus, Finanzkrise, Fortschritt…

Keine Diskussion zu gesellschaftlichen Alternativen (Verkehr, Wirtschaft, Gesellschaft).

Einzige Alternative: K 21 – ohne zu fragen: Wozu?

3. Kampfformen:

Trotz aller Breite (bis zu 150 000) und Buntheit (alternative Kultur entstand!) herrschen der „Aktionskonsens“, der „zivile Ungehorsam“ alternativlos. Gewaltlosigkeit wird zur „Zahmheit“: Autofahrer nicht verärgern! Dabei sind es nur taktische Kampfmittel.

Orientierung auf etablierte Politiker (Mappus – Schuster – Kretsch – Schmid – Ramsauer) und auf die etablierten Medien.

Sticheleien gegen statt Kraftprobe mit dem Gegner.

4. Struktur, Strategie, Führung der Bewegung:

Die Bewegung hat einen Doppelkopf:

einerseits das Aktionsbündnis aus etablierten Parteien und Verbänden, für die der Kampf um S 21 Teil oder Werkzeug für ihre Ziele und Interessen ist;

andererseits die Bezugsgruppen, Parkschützer, Expertengruppen, die nur für den Kampf gegen S 21 entstanden sind. Politisch-strategisch eher naiv, konzerntzrieren sich auf Einzelaspekte, wobei jeder Experte die Widersprüche auf seinem Gebiet für entscheidend hält.

Keine autonome politische Führung. Selbst auf den Aktionskonferenzen und Großen Ratschlägen wirbt jede Bezugsgruppe für ihre spezifischen Aktionsvorschläge. Niemand fühlt sich für die Gesamtbewegung verantwortlich.

Stuttgart, 7.5.12 Ingo

Ein Text von Sigi Bublik :

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Ein paar Infos noch zum Projekt in Notre Dame des Landes :

ACIPA-Widerstand gegen den unnützen Flughafen von Notre-Dame-des-Landes

Im letzten Sommer haben wir auf dem Forum gegen unnütze Großprojekte im Susatal in Italien auch die Gruppe ACIPA aus der Südbretagne in Frankreich kennen gelernt, die gegen einen unnützen Megaflughafen bei Notre Dame des Landes in der Gegend von Nantes kämpft.

Unnütz ist dieses Großprojekt deshalb, weil es bereits einen Flughafen gibt, den man verbessern müsste; die regionale Infrastruktur für Personen und Waren ist dort schon vorhanden.

Für die Landepisten des bestehenden Flughafens westlich der Stadt Nantes haben namhafte Planer eine Drehung der Landepisten um 90 ° durchgeplant, die nur wenige Bauern betreffen, den Fluglärm stärker auf wenig besiedelte Gebiete begrenzen würde.

Unnütz deshalb, weil die für den Megaflughafen vorgesehene Zunahme des Flugverkehrs auf die dreifache Fluganzahl völlig an der Realität vorbei geht und nicht wünschenswert ist. Eine Ausdehnung des Flugverkehrs bei Inlandflügen unter 1000 km Entfernung ist ökologisch nicht vertretbar.

Das Projekt liegt im Rahmen der europäischen Verkehrsnetze-Vorgaben aus Brüssel, die den Verkehr zu Luft, Wasser, Straße und Schiene umfasst. Es wird von den führenden Politikern Frankreichs quer durch die meisten Parteien vertreten. Der beauftrage Großbaustellenbetreiber Vinci ist in ganz Frankreich für seine Infrastruktur-Projekte bekannt, bei denen die Rechte der Betroffenen mit Füßen getreten werden.

In Notre-Dame-des-Landes geht es den Menschen um ihr Land, aber auch um den Schutz der Umwelt und gesunde Ernährung. Der Flughafen würde ca. 82 Milchbauernhöfe mit 12 Millionen Liter Milch von 2000 ha Land vernichten oder schwer schädigen, weitere wären in Mitleidenschaft gezogen. Die bestehende soziale Infrastruktur würde auf eine Länge von 12 km zerstört.

Es geht um die Verschwendung von Steuergeldern, die im Bereich Erziehung, Gesundheit, Soziales dringend gebraucht werden.

Es geht darum, dass die Betroffenen gar nicht gefragt wurden. Das Projekt wurde in den 70er Jahren entworfen, aber 1980 ad acta gelegt. Im Jahr 2000 gab es eine Neuauflage; seit 2008 wird es forciert. Damals sagte man, es sei für die Concorde, aber das Überschallgeschwindigkeitsflugzeug wurde bekanntlich eingestampft. Jetzt sagt man, es sei für den Airbus.

Der Widerstand existiert genauso lange. Er ist partei-unabhängig. Er wird demokratisch geführt in erster Linie von der ländlichen Bevölkerung und der Kleinstadt NDdL, aber auch in Nantes und der ganzen Region, die mehrere Departements umfasst. Er reicht von der Besetzung der aufgekauften Höfe über örtliche Straßenaktionen, Demonstrationen und Blockaden mit Städtern und Bauern, über den Rückbau der städtischen Bodenversiegelung bis zur Herausforderung der Politiker und zu juristischen Schritten. Er hat Waffen wie Flugblätter, Fahrräder, Kuhherden, Traktoren und Gülle.

Bei der Fahrrad-Traktor-Demonstration, die über 400 km ging und am 12. November in Paris endete, waren wir von der Arbeitsgruppe „Stuttgart 21 ist überall“ dabei, um sie zu unterstützen. Am 30. Mai wird über die Enteignung der vielen Bauern entschieden, die nicht freiwillig ihren Hof verkaufen.

Wir bewundern bei dieser Bewegung „Aéroport NON“ ihre Fähigkeit, sich mit anderen Bewegungen zusammen zu schließen, um ihr Ziel, den Flughafen zu verhindern, auf breite Füße zu stellen. Unsere internationale Solidarität ist ihnen wichtig. Und für uns sind ihre Solidarität und der Erfahrungsaustausch wichtig; wir unterstützen uns gegenseitig gegen unnütze Großprojekte.

Vom 7.-11. Juli wird es in NDdL ein zweites Forum gegen unnütze Großprojekte geben, zu dem wir alle jetzt schon herzlich eingeladen sind.

Weltsozialforum: Charta der Prinzipien

Der Ausschuss der brasilianischen Organisationen, der das erste Weltsozialforum, konzipierte und organisierte das vom 25. bis 30. Januar 2001 in Porto Alegre/Brasilien stattfand, erachtet es für notwendig und legitim, nachdem er die Ergebnisse dieses Forums und die Erwartungen, die es weckte, ausgewertet hat, eine Charta von Prinzipien aufzustellen, um die kontinuierliche Weiterführung dieser Initiative zu gewährleisten. Während die in dieser Charter enthaltenen Grundregeln, die – von allen zu respektieren, die an diesem Prozess teilnehmen und Neuauflagen des Weltsozialforums organisieren möchten – eine Verdichtung der Entscheidungen sind, die über der Durchführung des Porto Alegre Forums walteten und seinen Erfolg sicherstellten, dehnen sie die Reichweite jener Entscheidungen aus und definieren Orientierungen, die sich aus ihrer Logik ergeben.

1. Das Weltsozialforum ist ein offener Treffpunkt für reflektierendes Denken, demokratische Debatte von Ideen, Formulierung von Anträgen, freien Austausch von Erfahrungen und das Verbinden für wirkungsvolle Tätigkeit, durch und von Gruppen und Bewegungen der Zivilgesellschaft, die sich dem Neoliberalismus und der Herrschaft der Welt durch das Kapital und jeder möglichen Form des Imperialismus widersetzen und sich im Aufbauen einer planetarischen Gesellschaft engagieren, die sich für fruchtbare Verhältnisse innerhalb der Menschheit und zwischen dieser und der Erde engagieren.

2. Das Weltsozialforum in Porto Alegre war ein örtlich und zeitlich begrenztes Ereignis. Ab sofort, aus der in Porto Alegre proklamierten Gewissheit „Eine andere Welt ist möglich!“ wird das Weltsozialforum ein permanenter Prozess des Suchens und des Aufbauens von Alternativen sein, der nicht auf die Ereignisse reduziert werden kann, die ihn unterstützen.

3. Das Weltsozialforum ist ein Weltprozess. Alle Versammlungen und Konferenzen, die als Teil dieses Prozesses abgehalten werden, haben eine internationale Dimension.

4. Die auf dem Weltsozialforum vorgeschlagenen Alternativen stehen in Opposition zu einem Prozess der Globalisierung, der befohlen wird von den großen multinationalen Konzernen und von den Regierungen und internationalen Institutionen, die den Interessen jener Konzerne zu Diensten sind, unter der Mittäterschaft nationaler Regierungen. Diese Alternativen sind so gestaltet, dass eine Globalisierung in Solidarität als vorherrschendes neues Stadium in der Weltgeschichte sicher gestellt wird. Dieses wird die allgemeinen Menschenrechte respektieren, die Rechte aller Bürger – Männer und Frauen – aller Nationen, die Umwelt, und sie wird gestützt sein auf demokratische, internationale Systeme und Institutionen im Dienste sozialer Gerechtigkeit, Gleichheit und der Selbstbestimmung der Völker.

5. Das Weltsozialforum bringt Organisationen und Bewegungen der Zivilgesellschaft aus allen Ländern in der Welt nur zusammen und verbindet sie, aber beabsichtigt nicht, eine Institution zu sein, welche die Weltzivilgesellschaft repräsentiert.

6. Die Treffen des Weltsozialforums beraten nicht im Namen des Weltsozialforums als einer Institution. Folglich wird niemand im Namen irgendwelcher der einzelnen Veranstaltungen des Forums autorisiert, Positionen auszudrücken, die behaupten, die aller seiner Teilnehmer zu sein. Die Teilnehmer des Forums werden nicht ersucht, Beschlüsse als Institution zu treffen, weder durch Wahl noch durch Zuruf, über Erklärungen oder Anträge für Aktionen, die alle oder die Mehrheit binden würden, die Vorschläge als etablierende Positionen des Forums als Institution anzunehmen. Folglich stellt es weder einen Ort der Macht dar, über den von den Teilnehmern auf dessen Treffen zu diskutieren wäre, noch beabsichtigt es, die einzige Option für die Wechselbeziehungen und Aktvitäten der Organisationen und Bewegungen, die an ihr teilnehmen, festzusetzen.

7. Nichtsdestotrotz muss Organisationen oder Gruppen von Organisationen, die an den Treffen des Forums teilnehmen, das Recht zugesichert werden, während solcher Treffen Erklärungen oder Aktionen zu beratschlagen, über die sie, einzeln oder in der Koordination mit anderen Teilnehmern, beschließen können. Das Weltsozialforum beabsichtigt, solche Beschlüsse mit den ihm zur Verfügungen stehenden Verteilungsmitteln weiter zu verbreiten, ohne sie zu lenken, zu hierarchisieren, zu kritisieren oder einzuschränken, sondern als Ergebnisse der Organisationen oder der Gruppen von Organisationen, welche die Beschlüsse getroffen haben.

8. Das Weltsozialforum ist ein pluraler, breit gefächerter, nicht-konfessioneller, nichtstaatlicher und nicht-parteiischer Zusammenhang, der auf dezentralisierte Art und Weise die Organisationen und Bewegungen verknüpft, die durch konkrete Aktionen von der lokalen bis zur internationalen Ebene dabei mitwirken, eine andere Welt aufzubauen.

9. Das Weltsozialforum wird immer ein Forum sein, das offen ist für Pluralismus, Vielfältigkeit der Aktionen und Arten des Engagements der Organisationen und der Bewegungen, die sich entscheiden, an ihm teilzunehmen, sowie für Vielfalt der Geschlechter, der Ethnien, der Kulturen, der Generationen und der physischen Kapazitäten, vorausgesetzt sie halten sich an die Prinzipien dieser Charta. Weder Repräsentanten von Parteien noch militärische Organisationen können am Forum teilnehmen. Regierungsmitglieder und Staatsbeamte, die die Verpflichtungen dieser Charter annehmen, können als Einzelpersönlichkeiten eingeladen werden.

10. Das Weltsozialforum widersetzt sich allen totalitären und reduktionistischen Ansichten der Wirtschaft, der Entwicklung und der Geschichte, und dem Einsatz von Gewalttätigkeit als Mittel der Sozialsteuerung durch den Staat. Es unterstützt Respekt für die Menschenrechte, die Praxis echter Demokratie, partizipatorische Demokratie, friedliche Beziehungen in Gleichheit und Solidarität zwischen Menschen, Ethnien, Geschlechtern und Völkern, und verurteilt alle Formen von Herrschaft und jede Unterdrückung eines Menschen durch einen anderen.

11. Als ein Diskussionsforum ist das Weltsozialforum eine Bewegung von Ideen, die zur Reflexion auffordern, und der transparenten Zirkulation der Ergebnisse dieser Reflexion, über die Mechanismen und Instrumente der Herrschaft durch Kapital, über die Mittel und Aktionen dieser Herrschaft zu widerstehen und sie zu überwinden, und über die vorgeschlagenen Alternativen zur Lösung des Problems des Ausschlusses und der sozialen Ungleichheit, das der Prozess der kapitalistischen Globalisierung mit seinen rassistischen, sexistischen und Umwelt zerstörenden Dimensionen international und innerhalb von Ländern schafft.

12. Als ein Rahmen für den Austausch von Erfahrungen ermutigt das Weltsozialforum das Verständnis und die gegenseitige Anerkennung unter seinen teilnehmenden Organisationen und Bewegungen, und legt speziellen Wert auf den Austausch unter ihnen, besonders über alles das, was die Gesellschaft aufbaut, um die wirtschaftlichen und die politischen Aktivitäten dahin zu konzentrieren, dass sie den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden und die Natur respektieren, sowohl innerhalb der gegenwärtigen als auch für zukünftige Generationen.

13. Als ein Zusammenhang von Wechselbeziehungen versucht das Weltsozialforum nationale und internationale Verbindungen unter Organisationen und Bewegungen der Gesellschaft zu verstärken und neue zu schaffen, welche – sowohl im öffentlichen wie im privaten Bereich die Fähigkeiten zum gewaltfreien sozialen Widerstand gegen den Prozess der Entmenschlichung, den die Welt zur Zeit durchläuft, zu erhöhen und gegen die vom Staat ausgeübte Gewalt, und welche die humanen Maßnahmen verstärken, die durch die Aktionen dieser Organisationen und Bewegungen ergriffen werden.

14. Das Weltsozialforum ist ein Prozess, der seine Teilnehmerorganisationen und -bewegungen anregt, ihre Tätigkeiten in die Zusammenhänge von lokalen bis nationalen Ebenen hinein zustellen, und aktive Teilnahme im internationalen Kontext zu suchen, als Anliegen einer planetarischen Staatsbürgerschaft, und in die globale Agenda ihre Veränderung hervorbringenden Praktiken, mit denen sie experimentieren, eine neue Welt in Solidarität aufzubauen, einzubringen.

GENEHMIGT UND ANGENOMMEN IN SÃO-PAULO AM 9. APRIL 2001 DURCH DIE DAS ORGANISATIONSKOMITEE DES WELTSOZIALFORUMS BILDENDEN ORGANISATIONEN, GENEHMIGTE MIT ÄNDERUNGEN DURCH DEN INTERNATIONALEN RAT DES WELTSOZIALFORUMS AM 10. JUNI 2001

http://weltsozialforum.org/prinzipien/index.html

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