national

30.09. und 29.09. in Stuttgart

Wochenende zum 2. Gedenktag an den Schwarzen Donnerstag

dazu Redebeiträre von der Demo am 29.09. von

Tiziano Cardosi :

http://youtu.be/jy64keLHUlM

Dr. Michael Wilk :

http://youtu.be/8FF-9tq-dPQ

Rede Stuttgart 21, 29.9.2012 Dr. Michael Wilk (AKU-Wiesbaden, Bürgerinitiativen gegen die Flughafenerweiterung Rhein/Main, Süd-West Anti-AKW Initiativen)

 

Liebe Leute, liebe MitstreiterInnen,

„Stadtzerstörung, S21 Desaster, Justizwillkür, Bankendiktatur, Demokratieabbau….“

Ich stehe hier um euch die Solidarität zahlreicher Menschen zu übermitteln, die sich andernorts mit genau diesen Dingen herumplagen und ebenso wie ihr- auf die Straße gehen. Ersetzen wir S21 durch den Frankfurter Flughafen, so geht es ebenso um Stadtzerstörung und Raubbau an der Natur, den Verlust an Naherholungsflächen, wir haben bestialischen Fluglärm zugunsten einer Politik, die vorrangig den Profitinteressen von Großkonzernen folgt.

Frankfurt verzeichnet die höchste Bankendichte auf dem europäischen Festland. Das Schlagwort Bankendiktatur und Demokratieabbau hat in diesem Zusammenhang einen bitteren Klang. Wie hier in Stuttgart, stehen auch bei uns ökonomische Interessen von Unternehmen ganz oben auf der Agenda der Stadt- und Landschaftsplaner. Es gilt Städte und Regionen auf Linie zu bringen, Stichworte wie Global City und Finanzmetropole sind Kampfbegriffe einer Strategie, in der der Mensch bestenfalls als Produzent und Konsument zählt. Angesagt ist einmal mehr, das perverse „höher, schneller, weiter“ einer ungebremsten Wachstumsideologie, die sich einen Dreck um die Interessen der Bevölkerung schert.

Doch zunehmend mehr Menschen weigern sich dem tatenlos zuzusehen, tausende rücken jeden Montag im Frankfurter Flughafen den Betreibern auf die Pelle, tausende stehen nach wie vor ungebrochen im Protest gegen S 21.

Es ist gut dass wir hier stehen. Der Protest gegen die Pläne der Bahn hat vor Jahren viele verblüfft, die Obrigkeit zeigte sich geschockt. Proteste in Stuttgart, in Baden-Württemberg? Euer Protest wurde in einem Atemzug genannt mit den Protesten gegen AKW`s und gegen den Flughafenausbau. Und ihr wurdet konsequenterweise von der Obrigkeit so behandelt wie die Unbeugsamen in Gorleben oder wie wir in unserem über 30 Jahre währendem Protest gegen den Ausbau des Frankfurter Flughafens: Mit Polizei und Wasserwerfern, mit Hausdurchsuchungen und mit Diffamierungen. Ihr seid „blindwütige“ Fortschrittsverweigerer, irrationale Wutbürger, Gewalttäter und Kriminelle. Willkommen im Club. Ihr findet euch mit uns in bester Gesellschaft. Am Flughafen und im Anti-Atomkraft- Widerstand haben wir seit geraumer Zeit die passende Antwort auf diese Diffamierungen gefunden: Körperverletzer und Kriminelle sind die Betreiber und Verfechter von Projekten, die Hunderttausende von Menschen durch Fluglärm quälen, oder schlimmer noch, von Atomtechnologie die hochgiftigen Müll produziert und Generationen das Risiko aufbürdet. Wir sagen: Kriminell sind nicht diejenigen, die einen Bauplatz besetzen, sondern diejenigen, die mit gewohnter Skrupellosigkeit Projekte durchsetzen, um sich und einigen anderen wenigen die Taschen zu füllen.

Wenn sie mit Polizei nicht weiterkommen, oder so überziehen, dass sie in die moralische Defensive zu geraten drohen, sind inzwischen andere Verfahren angesagt. Mediations- und Dialogverfahren oder auch Schlichtungsgespräche. Wir am Flughafen haben die Erfahrung gemacht, dass Regierung und Ausbaubefürworter, Protest fürchten wie der Teufel das Weihwasser. 20 Jahre nach Startbahn-West sollte der neuen Nordbahn mittels eines Mediations- und Dialogverfahrens der Weg geebnet werden. Die Idee kam von Rot/Grün – damals an der Regierung. Wir als Bündnis der Bürgerinitiativen haben dieses unfaire Verfahren einhellig verweigert. Wir haben uns nicht auf einen faulen Kompromiss eingelassen. Auch wenn es natürlich große Unterschiede gibt, wage ich doch zu behaupten: Unser Dialogverfahren hieß bei euch Heiner Geissler. Bei allen Unterschieden, ging es auch hier vor allem um eins: Den Protest weg von der Straße zu bekommen, zu kanalisieren und last not least, zu spalten.

Es darf und muss gefragt werden: Wer hatte die Idee, wer hat ein Interesse daran eine Stadt, eine Region wieder regierbar zu machen? Wer hat ein Interesse daran, Politik in gewohnte Regularien zu lenken?

Wenn wir ein Stück über den Tellerrand unserer eigenen Erfahrung und Befindlichkeit heraus sehen, stellen wir fest, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der wenige immer reicher und viele, sehr viele, immer ärmer werden. Das ist kein Zufall, das ist gewollt. Vor diesem Hintergrund erscheinen Projekte wie Bahnhof, Flughafen, die Umgestaltung der Städte als Beispiele eines grundsätzlichen Konflikts: Wer verfügt wie über Land und Natur, Geld, Macht, Wohlstand? Der städtische und regionale Raum ist der Ort, an dem diese Auseinandersetzung sichtbar wird.

Und um die Stadtsoziologin Saskia Sassen zu zitieren: „In dieser Sichtbarkeit, liegt die Möglichkeit der politischen Antwort“. Bei dieser Antwort geht es eben nicht nur um einen Bahnhof der abgerissen, oder einen Flughafen der die Region dominiert. Es geht nicht um „Sieg oder Niederlage“ an einem Bauprojekt, sondern um viel mehr. Es geht um die Unmenschlichkeit einer Gesellschaft, es geht um die Infragestellung der herrschen Maxime vom ungebremsten Wachstum, genauso wie es um die Frage geht, wessen Moral und wessen Kultur die soziale Wirklichkeit bestimmt. Für uns geht es in diesem Sinne um die Schaffung einer anderen politische Kultur, um ein soziales Modell, was sich an Menschen orientiert, nicht an Profiten und Macht.

Wir die wir hier stehen, sind in dieser Frage gefordert Verantwortung zu übernehmen, uns nicht wegzuducken, nicht geduldig nur ein Kreuz machen bei der nächsten Wahl, im Vertrauen, dass es dann schon besser würde.

Die Initiativen aus denen ich komme, sind aus langen Jahren der Erfahrung zu dem Schluss gekommen, dass wir uns nicht leisten können Parteien zu vertrauen. Wir lassen schon lange keine Parteiredner auf unseren Kundgebungen mehr zu. Alle Parteien- ausnahmslos alle- huldigten, kaum gewählt, der Macht und dem politischen Zweckpragmatismus. Soziale und vor allem auch ökologische Ansprüche wichen in Schnelle dem Streben nach Machterhalt und dem eigenen Vorteil. Das Denken der Parteien orientiert sich regelhaft machterhaltend an Fünf- Jahres- Legislaturperioden und nicht was menschlich langfristig nötig erscheint. Für viele, die zuvor auf Parteien vertrauten und auf sozialen und ökologischen Wandel hofften, gab es eine Enttäuschung. Aber Enttäuschung ist auch immer das Ende einer Täuschung.

Und genau hier muss unsere Protestkultur ansetzen: Wir werden uns die Herrschaftsphilosophie der Konkurrenz, der Ausgrenzung, der Ellenbogengesellschaft und des Egoismus nicht zu Eigen machen. Mit Hornhaut auf der Seele wird man ein vielleicht ein guter Politiker- wir brauchen das nicht: wir setzen auf gemeinsame Lernprozesse, eigenständiges Handeln in eigener Verantwortung und solidarischen menschlichen Umgang.

Wir als soziale und ökologische Bewegungen sind die Schrittmacher in Sachen gesellschaftlicher Perspektive. Wir sagen deshalb nicht nur: „Abschalten sofort“ in Sachen Atomkraft, Obenbleiben bei S21, oder Ausbaustopp am Flughafen. Alles richtig, aber dabei können wir es nicht bewenden lassen: Wir sind gefordert auch an einem Umbau der Gesellschaft zu arbeiten, in der Mensch und Natur zählt und nicht Ausbeutung, Vernutzung und Profitmaximierung. Unser Protest sollte respektvoll sein gegenüber unseren Mitmenschen, aber durchsetzungsstark und selbstbestimmt. Unser Protest ist vielleicht auch nicht immer legal, aber legitim. Die Bauern in Gorleben fragen schon lange nicht mehr ob es legal ist, wenn sie mit ihren Traktoren Castoren und Polizei blockieren. Sie tun es…

Wir können den Widerstand gegen Projekte wie S21 oder auch den Flughafenausbau nicht losgelöst von der sozialen Wirklichkeit sehen. Wir sind gezwungen über den lokalen und auch nationalen Tellerrand hinauszusehen. Es geht eben nicht nur um Ökologie und soziales bei uns. Es geht darum, ob sich Herrschaftsstrategien in diesem Land, in Europa, ja weltweit durchsetzen lassen. So wie die Profite der einen steigen, so verarmen andere Teile der Gesellschaft, Giftmüll der Industrienationen wird den Ärmsten der Welt vor die Füße gekippt, Verelendung und Hunger interessieren nicht, solange die Waren- und Kapitalströme in die richtigen Taschen fließen. Die Arroganz der Macht zeigt sich in vielen Facetten. Wir müssen und werden die Zusammenhänge sehen und wir begreifen uns deshalb auch als eine soziale Bewegung, die Nein sagt zu Entmündigung und Ausbeutung.

Wenn wir der Meinung sind, dass die Verhältnisse geändert werden müssen, tragen wir auch die Verantwortung für diesen Prozess. Oder wir überlassen die Politik und die Gesellschaft wieder den etablierten Institutionen, den Parteien, Wirtschaftsverbänden, den verknöcherten Gewerkschaftsführern- dann wird sich nichts oder nur wenig ändern.

Ich muss sagen, diese Fragen in Baden-Württemberg zu stellen hat seinen besonderen Reiz.

Wer glaubt wirklich, dass es eine Grün-Rote Landesregierung schon richtet, oder wer stellt sich schon innerlich auf die Maxime des Machbaren und des Zweckpragmatismus ein?

Je bequemer wir sind, desto mehr werden wir fremdbestimmt…

Aber da wir das nicht wollen, werden wir dranbleiben, voneinander lernen, mutig sein und Widerstand leisten…

Ich danke euch…

Dr. Winfried Wolf :

http://youtu.be/HVqFD9yng3w

Rede Winfried Wolf // Stuttgart // Demo am 29. September 2012

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

lasst mich zu Beginn dem langjährigen Oberbürgermeister dieser Stadt das Wort geben; er schrieb:

„Ich freue mich, dass der Stuttgarter Hauptbahnhof (…) ein solch markantes Wahrzeichen unserer Stadt, (…) eine unverzichtbare Bereicherung des Stadtbilds (ist). (…) Die Landeshauptstadt hat mit ihrem Hauptbahnhof ein würdiges Tor zur Welt.“

Das schrieb das Manfred Rommel 1987.

Warum, so fragen wir, störte Rommel sein Geschwätz von 1987 bereits im Jahr 1994 nicht mehr, als er mit dem Projekt Stuttgart 21 die Verstümmelung dieses „Wahrzeichen unserer Stadt“ verkündete?

Warum wollten die Ministerpräsidenten Teufel, Oettinger und Mappus zulassen und warum will MP Kretschmann zulassen, dass mit S21 die Bahnhofskapazität verringert wird und damit § 15 des Allgemeinen Eisenbahngesetzes verletzt wird?

Warum gab es vor zwei Jahren diesen brutalen Polizeieinsatz, von dem Wolfgang Schorlau sagt, den habe nur ein Barbar befehlen können? Und warum organisiert auch die grün-rote Landesregierung keine Aufarbeitung dieses Vorgangs und lässt stattdessen bei Herrn Reicherter eine infame Hausdurchsuchung durchführen?

Es sind zwei Elemente, die eine tiefere Erklärung für diese Vorgänge liefern:

Erstens:

Die Machtpositionen im öffentlichen Sektor sind von Leuten besetzt, die den öffentlichen Sektor zerstören wollen.

Zweitens

: Es wird eine gezielte Symbolpolitik durchgeführt: Die Oberen wollen den Leuten unten zeigen, wo dr Bartl den Moscht holt.

Zum ersten Aspekt.

Ich wiederhole jetzt nicht ausführlich,

– dass die Bahnchefs Dürr, Mehdorn und Grube aus der Daimler-Kaderschmiede kommen und wie diese das Geschäft von Daimler und Airbus betreiben. Ich möchte hier meine wertvolle Zeit nur auf das Kartell „Die Schienenfreunde“ lenken.

Seit Sommer letzten Jahres

ist bekannt: Es gab seit den 1990er Jahren und bis 2011 ein geheim agierendes Kartell aller europäischen Stahlkonzerne. Diese lieferten Bundesbahn und Deutscher Bahn AG alle Schienen, alle Weichen und die Schwellen zu Preisen, die um 30 bis 50 Prozent überhöht waren. Führer des Kartells waren Thyssen (Deutschland) und Voest-Alpine (Österreich). Der Schaden allein bei der Deutschen Bahn liegt weit über einer Milliarde Euro. Komisch war dann: Es gab keinen Aufschrei. Und Anfang 2012 erteilte die Deutsche Bahn der Voestalpine sogar einen neuen Großauftrag zum Schieneneinkauf.

Seit zwei Wochen veröffentlichte das

„Handelsblatt“: Vertreter der Bahn waren bei den Kartellrunden personell präsent. Und: Die Profiteure des Kartells und der angeblich Geschädigte gingen anschließend ins Bordell – meist ins „Bel Ami“ in Berlin. Allein für den Zeitraum 2005 bis 2009 rechnete Voest Alpine solche Rotlicht-Besuche der Kartellbrüder beim Finanzamt ab – exakt in Höhe von 71.276,24 Euro – also steuermildernd.

Erneut: Kein Aufschrei. Die Bahn dementiert lendenlahm. Doch sie erzwingt im „Handelsblatt“ keine Gegendarstellung.

Seit heute weiß die breitere Öffentlichkeit durch mich

: Der Vorstandsvorsitzende des einen Kartellführers, Dieter F. Vogel, musste 1998 bei Thyssen gehen. Doch er wurde ein Jahr später Aufsichtsratschef der Deutschen Bahn AG. Eingesetzt durch Gerhard Schröder, den Autokanzler.

Im Klartext:

Der Bund zahlt riesige Summen an Steuergeld für Bahninfrastruktur. Die private Stahlindustrie verkauft die Schienen zwei Jahrzehnte lang zu massiv überhöhten Preisen. Damit bekommen die Fahrgäste deutlich weniger als marktüblich für das Steuergeld. Laut Handelsblatt sitzen Bahnvertreter immer mit im Kartell-Boot. Und: Der Top-Mann des einen Kartellführers wurde zum obersten Kontrolleur der Bahn bestellt.

Honi soit qui mal y pense. Oder: Des Gschmäckle stinkt zum Himmel. Oder: (Heinrich Steinfest…)

Gibt´s einen Aufschrei? Wird die „Stuttgarter Zeitung“ am kommenden Montag damit aufmachen? Wohl eher nicht.

Es gibt ja auch dann keinen Aufschrei, wenn 75 Prozent der Bevölkerung eine Bahn in öffentlichem Eigentum wollen, aber mehr als 90 Prozent der Bundestagsabgeordneten die Bahn in der einen oder anderen Form privatisieren wollen.

 

 

 

Zum zweiten Aspekt, der Symbolpolitik

, dem Zeigen, wo der Bartl den Moscht holt. Drei Beispiele.

Bespiel 1:

Was passierte 2002 auf dem Höhepunkt der Massenerwerbslosigkeit? Autokanzler Gerhard Schröder und Peter Hartz entbeinten den Sozialstaat. Sie führten ein europaweit einmaliges Armuts- und Niedriglohnsystem ein. Doch wer ist Peter Hartz? Ein Top-VW-Manager, der mehr als ein Jahrzehnt lang den Betriebsrat bei VW in einen raffinierten Kokon von Korruption und Rotlicht-Freundschaften einwickelte. Wie heißt das deutsche Armuts-System bis heute: Hartz IV.

Beispiel 2:

Was passierte auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008? Die Bundesregierung peitschte ein Sondergesetz, genannt „Finanzmarktstabilisierungsgesetz“, durch den Bundestag´. Auf dieser Grundlage erhalten insbesondere Banken bis zu 400 Milliarden Euro Steuergeld – ohne Kontrolle, ohne Transparenz, ohne Gegenleistung. Die Formulierungen des Gesetzes wurden Wort für Wort von einer Kanzlei verfasst, die für die selben Konzerne und Banken tätig ist, die hiervon profitieren.

Nun hatte ja ein Jahr zuvor der Deutsche Bank-Chef Joseph Ackermann seinen 65. (?) Geburtstag im Kanzleramt gefeiert. Das erfuhr die Öffentlichkeit allerdings erst nach der Finanzkrise. Und sie erfuhr es durch Ackermann selbst.

Der sagte dazu im ARD-Fernsehen:

„Angela Merkel hat mir damals gesagt, sie würde gerne etwas für mich tun. Ich solle doch mal etwa 30 Freundinnen und Freunde einladen aus Deutschland und der Welt, mit denen ich einen Abend zusammen sein würde im Kanzleramt (…) Ich muss sagen: Es war ein wunderschöner Abend.“

Hat Ackermann dort gefeiert, weil er die Architektur dieses Beton-Bunkers so kuschelig findet oder weil er Angie so mag? Oder vielleicht einfach um zu demonstrieren: In diesem Gebäude der scheinbaren Macht gehen wir Banker und Konzernbosse ein und aus…

 

 

Beispiel 3:

Was passierte nach der Wende mit dem Brandenburger Tor in Berlin? Die Seitenflügel wurden neu errichtet, sodass das Tor wieder ein großes Entree bildet.

Und was passierte in Stuttgart: Die Seitenflügel des Kopfbahnhofs wurden abgerissen. Wie sagte der OB Rommel: „Die Landeshauptstadt hat mit ihrem Hauptbahnhof ein würdiges „Tor zur Welt“.

Eben dies soll sie nicht mehr haben – es soll kein Tor des Schienenverkehrs zur Welt mehr geben.

Und vor allem soll es keinen Sieg derjenigen geben, die für ihre Stadt und für ihren Bahnhof kämpfen.

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

manchmal höre ich nach meinen Reden: das sei ja alle sowas von düster. Da kann ich nur antworten: Das ist realistisch. Das erklärt doch auch, warum der Kretsch, warum der Winne Hermann derart kuschen und keinen Arsch in der Hose haben.

Doch die Geschichte zeigt, dass die kleinen Leute Erfolg haben können – wenn sie sich zusammentun.

In Vietnam siegte 1973 nicht der Goliath US-Armee, sondern die Bevölkerung dieses Landes.

In Ostberlin und in Moskau konnten sich 1989 die Polit-Büro-Kolosse nicht mehr behaupten – es siegte die Demokratie-Bewegung.

Beim Thema Atomkraft siegten nicht die energiekonzerne und die Atomlobby, sondern die Basisbewegung gegen atomare Anlagen, auch wenn es der schrecklichen Nachhilfestunden Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima bedurfte.

Und in Stuttgart wird am Ende die Bewegung gegen die Stadtzerstörung den Sieg davon tragen, wenn wir nicht nachlassen, wenn wir weiter sachlich bleiben, wenn wir immer wieder deutlich fragen und unzweideutig antworten:

Wessen Stadt? Unsere Stadt!

Wessen Bahnhof? Unser Bahnhof!

Wessen Kinder? Unsere Kinder!

Welche Gangart? Aufrecht gehen – oben bleiben!

 

Bildergalerie von Alex Schäfer zum 30.09. :

https://picasaweb.google.com/102312444829271982174/2JahrestagDesSchwarzenDonnerstag#5794092843848750002

 

 

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Gemeinsam atomfrei in die Zukunft

Tous ensemble pour un avenir sans le nucléaire

Vor 50 Jahren sprach General de Gaulle in Ludwigsburg vor 10 000 Menschen im Schlosshof zur deutschen Jugend und beglückwünschte sie jung zu sein. Er ermahnte sie, dass sie danach streben sollen, dass der „Fortschritt ein gemeinsames Gut“ wird. In dieser Zeit gingen auch die ersten Atomkraftwerke in Frankreich und Deutschland in Betrieb.

Am 22. September kommen die führenden Politiker Frankreichs und Deutschlands, François Hollande und Angela Merkel, nach Ludwigsburg, um vor 400 VIP-Gästen und einigen tausend Zuschauern an die Rede de Gaulles zu erinnern. Die von de Gaulle angemahnte Einigung Europas ist inzwischen weit fortgeschritten, die Grenzen sind offen, wir haben eine gemeinsame Währung und gemeinsam mit den Franzosen und Französinnen teilen wir viele Werte und viele Jahre gemeinsamer Geschichte im Rahmen der europäischen Einheit.

Der Jugend aus den sechziger Jahren und den nachfolgenden Generationen wurden in Frankreich und Deutschland über 100 Atomkraftwerke und Atomfabriken überlassen. Diese Meiler sind zum Teil strahlende Ruinen, um die sich noch viele weitere Generationen kümmern müssen. Niemand weiß wohin mit dem Müll der Atomkraftwerke, der noch Millionen Jahre strahlen wird. Für dieses Erbe gebührt den Politikern der Generation von de Gaulle und Adenauer kein Dank! Der Verantwortung für diese Zeitbomben ist bisher noch kein Politiker gerecht geworden. Die deutsche Bundesregierung will deutsche Atomkraftwerke noch bis 2022 weiterlaufen lassen. Auch die grün-rote Regierung von Baden-Württemberg, die über die landeseigene EnBW 17,5% am elsässischen AKW Fessenheim hält, trennt sich nicht von ihren Anteilen an diesem maroden Schrottreaktor. Der französische Präsident Hollande will das erdbebengefährdete Fessenheim bis 2017 weiterlaufen lassen. Auch das französische Reaktor-Neubauprojekt Flamanville-3 will er fortführen. Und der Sozialist und französische Minister für den industriellen Wiederaufbau Arnaud Montebourg hat den Franzosen vor kurzem erklärt, dass die Atomkraft ein Industriezweig der Zukunft sei.

Aus diesen Gründen müssen die Bürger beider Nationen gemeinsam die Verantwortung für ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen und für die Abschaltung der Atomanlagen sorgen! Unabhängig vom Profitstreben der Großkonzerne wollen wir mit dezentralen erneuerbaren Energien das Wohlergehen zukünftiger Generationen sichern. Auch Konkurrenz und Krieg um Rohstoffe wie Öl, Uran oder Kohle sollen die Menschheit nicht mehr bedrohen.

Deshalb fordern wir am 22.9.2012 von den Nachfolgern von de Gaulle und Adenauer: Sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke in Frankreich und Deutschland! Keine Blockade der Energiewende! Wir werden so lange gegen die Atomlobby kämpfen, bis der letzte Reaktor abgeschaltet ist. Wir rufen Franzosen und Deutsche auf, am 22.9.2012 in Ludwigsburg zu protestieren.

Atomkraft abschalten! Sortir du nucléaire!

Engagiert Euch! Engagez-vous!

Info- und Ankündigungsliste von .ausgestrahlt
Gemeinsam gegen Atomenergie
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.ausgestrahlt-Newsletter
31. Juli 2012
es schreibt: Jochen Stay

Lesen, Handeln und Weiterschicken!

Liebe Freundinnen und Freunde,

in Japan gingen auch am Sonntag wieder Zehntausende auf die Straße, weil
zwei von 50 Atomkraftwerken wieder am Netz sind. In Deutschland laufen
neun von 17 Reaktoren weiter. Und hierzulande kann man schon froh sein,
wenn die Atomkraft-Befürworter, die sich derzeit immer lautstarker in
den Medien zu Wort melden, nicht auch noch auf die Straße gehen.

Das darf so nicht weitergehen! Die Gefahren der Atomkraft müssen wieder
zum Thema werden. Deshalb startet .ausgestrahlt in den nächsten Wochen
eine Kampagne, die deutlich macht, was passiert, wenn etwas passiert.
Schon bevor wir damit richtig loslegen, erfährst Du heute davon, denn
wir brauchen dazu jetzt Deine Unterstützung.

Wir starten im hohen Norden beim AKW Brokdorf und spitzen dort
exemplarisch zu, was sich dann auf alle anderen Reaktoren übertragen
lässt: Wir empfehlen „Brokdorf akut“ und zeigen damit, dass auch der
beste Katastrophenschutz machtlos ist, wenn es zum Super-GAU kommt. Doch
das funktioniert nur, wenn Du mitmachst:

http://www.ausgestrahlt.de/brokdorf-akut

Sommerliche Grüße

Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team

Liebe mitstreiterinnen für eine gewaltfreiere welt

Startseite

anbei eine zusammenstellung von möglichkeiten, wie wir menschen dazu beitragen können, die welt ein wenig friedlicher zu gestalten und die firmen und politikerinnen zwingen, alternativen zu terror, gewalt und mord zu entwickeln und das töten auch schon bei der produktion ein zu stellen –

wer am montag 3. september sich zeit nehmen kann, nach oberndorf am neckar zur widerstandsaktion gegen weitere produktion von waffen zu kommen, ist herzlich dazu eingeladen.

ich habe den aufruf zum open-air-konzert am 3. september ein wenig geändert – original auf der homepage von lebenslaute

Gemeinsam gegen den Export von Terror und Gewalt made in Germany!

Deutschland ist Europameister bei den Rüstungs­ex­porten. Zu den Empfängern deutscher Waffen, Rüstungs­güter und Lizenzen zählen selbst Diktaturen und autoritäre Regime, die die Menschenrechte mit Füßen treten.

http://www.rib-ev.de/stuff/aktion-aufschrei/AA_Lebenslaute_HuK_2012-09-03_flyer.pdf

http://www.aufschrei-waffenhandel.de/TV-Tipps.107.0.html

http://www.imi-online.de/2012/

Klassische Töne statt tödliches Knattern

Ein musikalischer Besuch bei Heckler & Koch

„Waffenhandwerk schafft nur Unheil“ (G. F. Händel)

Im Rahmen der Lebenslaute-Aktionstage in VillingenSchwennigen vom 30.08.–03.09.2012 findet am Mo. 3. September ein musikalischer Besuch bei Heckler & Koch, der größten und tödlichsten Kleinwaffenfabrik in Deutschland statt.

http://www.lebenslaute.net/?page_id=756

http://www.rib-ev.de/stuff/aktion-aufschrei/AA_Lebenslaute_HuK_2012-09-03_flyer.pdf

Waffen außer Kontrolle

http://www.heute.de/ZDF/zdfportal/web/heute-Nachrichten/4672/23646220/fba2da/Waffenhandel-au%C3%9Fer-Kontrolle.html

Aufruf: Ein Open-Air-Konzert der anderen Art – mit einer Zivilcourage-Aktion

Mehr als 30 Kriege toben weltweit, mit jeweils Tausenden von Toten, Verletzten und ungezählten Flüchtlingen. Und während Deutschland allgemein von der herrschenden Wirtschaftsweise profitiert, verdienen unsere Rüstungsfabriken auf direkte Weise mit an Zerstörung, Leid und Tod.

So auch die beschaulich zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb gelegene Firma Heckler & Koch. Sie hat sich auf die Produktion sogenannter „Kleinwaffen“ (Gewehre, Pistolen, MG usw.) spezialisiert, welche als profitable Exportschlager in die Welt hinausgehen, um dann in allen nur denkbaren Kriegs- und Krisengebieten wieder aufzutauchen. Diese sogenannten „Kleinwaffen“ sind heute laut UN die größte Massenvernichtungswaffe auf der Welt: Alle elf Sekunden stirbt ein Mensch an ihrem Einsatz.

Indirekte Folge solcher Waffenlieferungen ist eine große Zahl von Flüchtlingen. Doch diejenigen, denen es gelingt, überhaupt die Grenzen zu uns zu überwinden, werden meistens unter beschämenden Umständen wieder in ihre Herkunftsländer abgeschoben.

Mit unserer Konzert-Aktion wollen wir den Opfern eine Stimme geben und mit einer zivilen Widerstandsaktion in Anlehnung des Zivilen Ungehorsams spürbar dazu beitragen, dass das Schweigen über diese skandalösen Zustände durchbrochen und mit der Produktion ziviler Produkte begonnen wird.

Schon gewusst,

… dass Deutschland drittgrößter Waffenexporteur der Welt ist?
… dass in heutigen Kriegen zwei von drei Opfern durch Gewehrkugeln sterben?
… dass durchschnittlich alle 14 Minuten ein Mensch durch eine Kugel aus einer Waffe von H&K getötet wird?
… dass durch die von H&K entwickelten „Kleinwaffen“ bis heute ca. 1,5 Mio. Menschen getötet worden sind?
… dass in manchen Gebieten ein deutsches Gewehr billiger und leichter zu kaufen ist als ein Sack Grundnahrungsmittel?

Was wir wollen:

  • · Stopp der Rüstungsexporte und -Produktion
  • · Statt Waffenlieferungen umfassende Unterstützung der Krisenländer beim Abbau der Konfliktursachen
  • · Konsequenter Beistand für die Opfer und Flüchtlinge
  • · Rüstungskonversion: Umstellung der Produktion auf zivile Produkte
  • · Staatliche Förderung der Konversion
  • · Gewaltlose Konfliktaustragung muss oberstes Gebot werden

Das Schweigen Durchbrechen, den Opfern eine Stimme geben!

Mo, 03.09.12, 10:00 h in Oberndorf/Neckar (Heckler & Koch-Str. 1, Oberndorf) : Konzertaktion bei H&K

Mehr unter http://www.lebenslaute.net/

Logo der OFFENen HEIDe

Aktionstage gegen den Ausbau des Gefechtsübungszentrums
vom 12. – 17. Sept. 2012

Bis ins Jahr 2030 werden 60 Prozent der Weltbevölkerung in den Städten leben. Dies kann zu Unruhen in den Stadtmetropolen führen. Die soziale Schere wird verstärkt auseinander klaffen, Menschen zwischen Wohlstand und dem Existenzkampf um die Lebensgrundlagen.

Die Regierungen weltweit, hier im Besonderen die deutsche Bundesregierung, bereitet sich entsprechend vor. Gefechtsfeld „Stadt“ wird zum militärischen Übungsfeld „Stadt zum Krieg üben“.
Aktionstage gegen den Ausbau des Gefechtsübungszentrums
vom 12. – 17. Sept. 2012
www.offeneheide.de
www.warstartsherecamp.org

Sachsen-Anhalt: Bündnis »War starts here« plant Aktionen gegen Ausbau von Gefechtsübungszentrum
Bericht von Susan Bonath in der Tageszeitung junge Welt am 16.07.2012

Feind hinterm Fenster! Deckung – Orientieren – Schuß. Ein Lasersimulator informiert die Soldaten, wer getroffen wurde und liegenbleibt in der »Steppe« Sachsen-Anhalts. Das ist ein normales Szenario im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Altmark. Auf dem 232 Quadratkilometer großen Truppenübungsplatz in der Colbitz-Letzlinger Heide

Quelle:

http://www.jungewelt.de/2012/07-16/042.php?sstr=Campen|gegen|den|Krieg

Am 14.05.2012 berichtete die Tageszeitung junge Welt:

Sachsen-Anhalt: Für 100 Millionen Euro will die Bundeswehr eine Geistersiedlung in der Altmark bauen. Soldaten sollen auf Kriegseinsätze in »urbanen Zentren« vorbereitet werden
Susan Bonath
Noch existiert das nach einer früheren Waldarbeitersiedlung in der Colbitz-Letzlinger Heide (Sachsen-Anhalt) benannte »Schnöggersburg« nur auf dem Papier: Eine Stadt mit Hoch- und Einfamilienhäusern, Straßen, Plätzen, Kulturzentren, Bäumen und Hecken, einem Industriegebiet, einem U-Bahn-Tunnel und – wie in vielen …Quelle:http://www.jungewelt.de/2012/05-14/062.php?sstr=SachsenAnhalt%7CGefechts%FCbungszentrum%7CAltmark
 
 

Klimacamp ausgeco2hlt

 

 

vom 03.-12.08.12

in Manheim bei Köln 

liebe Mitstreiter_innen,

es sind nur noch 4 Wochen bis zum Klimacamp im rheinischen Braunkohlerevier! Das nächste und letzte Vorbereitungstreffen ist kommendes Wochenende vom 13.-15. Juli, wir freuen uns über jede Unterstützung!! Wir werden uns auf dem No Border Camp in Köln treffen und dort hausen und schmausen. Neben viel Planungsarbeit gibt’s auch nen Konzertabend am Samstag im AZ Köln. Weitere Infos zum No Border Camp unter http://noborder.antira.info/de
Infos zum Treffen unter www.ausgeco2hlt.de oder per Anfrage an info@ausgeco2hlt.de.

In diesem Newsletter:

  • KLIMACAMP-COUNTDOWN:Aktionen, Workshops, Soli-Festival, Infrastruktur, Campstrukturen mit Barrios
  • Bericht Skill Sharing Camp Hambacher Forst
  • Bericht Regionalratsaktion Köln 29. Juni
  • Termine auf einen Blick


+++ KLIMACAMP-COUNTDOWN +++

Irgendwie verrückt, welchen Aufwand wir um diese 10 Tage im Jahr betreiben: Planungs-, Vernetzungs- und Strategietreffen, Förderanträge, Infoveranstaltungen, Mobi-Aktionen, Plakatieren und Flyern, Materialorga, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Programmplanung, Demoanmeldungen und und und halten uns seit Monaten schwer auf Trab. Noch höher als der Stresspegel steigt im Countdown unsere Vorfreude und wir sind sicher, dass sich unsere Arbeit am Ende mehrfach gelohnt hat.

+ Rahmenbedingungen +
Das Camp findet vom 3.-12. August auf der Streuobstwiese in Manheim, am gleichen Ort wie das Klimacamp 2011 statt. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Pro Teilnehmer_in haben wir inklusive bio-veganer Vollverpflegung ca. 8 EUR pro Tag „ausgegeben“ – daher mag das auch als Richtwert für einen Unkostenbeitrag gelten. Die Teilnahme soll und darf aber auf keinen Fall am Geld scheitern – wer mehr geben kann, gibt mehr; wer nicht soviel geben kann, kommt trotzdem! Natürlich könnt ihr auch nur für ein paar Tage kommen. Wir empfehlen dringend, Fahrräder mitzubringen – Leihfahrräder wird es nur sehr begrenzt vor Ort geben und das Rheinische Braunkohlerevier ist groß.

+ Aktionen +
Ein bunter Strauß an Aktionen ist geplant: so veranstalten wir beispielsweise eine Fahrraddemo am 4. August und öffnen den Raum für vielfältige eigene Ideen. Am Mittwoch, den 8. August, soll es im Rheinischen Braunkohlerevier einen Aktionstag geben. Empfehlenswert ist die Anreise ab Sonntag!

+ Workshops +
Wir haben dieses Jahr wieder ein reichhaltiges Workshop-Programm: Menschen aus unterschiedlichen sozialen Bewegungen stellen ihre Arbeit vor und teilen ihr Wissen: praktisch oder theoretisch, englisch oder deutsch, für Leute, die schon tief im Thema drin sind genauso wie für Personen, die jetzt erst einsteigen wollen! Erste Anschmecker für’s Programm gibt es hier: http://www.ausgeco2hlt.de/klimacamp/programm-2/

+ letztes WE: Soli-Festival +
Am zweiten Klimacamp-Wochenende ist Party dran: zu den Sounds grandioser, vielfältiger Künstler_innen feiern wir das gute Leben und den Abschluss unseres Camps. Unser Lineup, u. a. mit Guts Pie Earshot oder Buxbäume und Strauchdiebe ist vielversprechend und kann hier eingesehen werden: http://www.ausgeco2hlt.de/klimacamp/klimacamp-2012/festival/

+ Infrastruktur +
Die niederländische Volxküche Rampenplan bekocht uns bio, vegan und lecker! Die sagenhafte Stromcrew ist auch wieder am Start und stellt uns Solarstrom zur Verfügung. Kompostklos haben wir aus dem Vorjahr, ein Prototyp für selbsgebaute Duschen wurde bereits fertiggestellt. Die restlichen Waschgelegenheiten werden ab dem 30. Juli aufgebaut, das Camp selbst ab dem 1.8. – Helfer_innen willkommen!!
Gesucht werden insbesondere noch Jurten, Bau- und Brennholz, Sofas und Sitzgelegenheiten, Stromkabel, Fahrräder, Lampen / Glühbirnen, Planen, Feuerlöscher, Decken und Tücher / alte Stoffe und dergleichen…

+ Campstruktur mit Barrios +
Auf dem Klimacamp 2012 wird es Barrios, quasi verschiedene „Stadtviertel“ verschiedener Gruppierungen und Bewegungen mit eigenen Zeltbereichen und Barriostrukturen, geben. Es schießen gerade so viele Barrios mit eigenen Aufrufen aus dem Boden, dass wir manchmal selbst den Überblick verlieren. Die Schwerpunktthemen sind vielfältig: Anti-Atom, Anti-Ra, Eine Welt, Herrschaftskritik, Landwirtschaft, Lebensalternativen und mehr…
Trotz der Barrio-Struktur sind natürlich alle Räume offen und keine_r wird ausgegrenzt. Komm einfach vorbei und schau vor Ort, wo du dich wohl fühlst!

+++ Bericht Skill Sharing Camp Hambacher Forst +++

Beim Skill Sharing Camp auf der Waldbesetzung waren zahlreiche Aktivist_innen zugegen und haben sich gegenseitig Fähigkeiten beigebracht und voneinander gelernt. Etwa 100 Menschen haben sich die 10 Tage über (insgesamt) an den vielfältigen Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden beteiligt. Wie es das Ziel war, nahmen sowohl Menschen aus der Region, wie auch überregionale Aktivist_innen am Programm teil, auch wenn beides noch ausbaufähig ist.

Es gab inhaltliche Veranstaltungen, aktionsbezogene, handwerkliche, welche über Organisierung im Widerstand und vieles mehr. Workshops sind spontan entstanden und auch Diskussionsrunden haben sich spontan entwickelt. Es wurden sich wichtige Aktionsfähigkeiten angeeignet, die sicher noch gebraucht werden; spätestens im Herbst wenn Rodungen möglich sind. Aber auch schon vorher, zum Beispiel auf dem Klimacamp.
Jenseits von all dem war auf dem Skill-Sharing viel Zeit, den schönen Wald, das schöne Wetter und das Zusammensein mit widerständigen Menschen zu genießen.

+++ Bericht Regionalratsaktion 29. Juni in Köln +++

Insgesamt ca. 50 Aktive von ausgeCO2hlt, von lokalen Bürger_innen-Initiativen, mehreren Umweltorganisationen und Aktivist_innen versammelten sich am Freitagmorgen ab 8 Uhr vor dem Haupteingang des Regierungspräsidiums in Köln. Spektakulär das Braunkohle – Bagger-Modell – ca. 10 Meter groß – von Greenpeace, entsprechend groß die Medien-Resonanz und das Interesse von Passanten und AutofahrerInnen, die unsere Flugblätter gerne entgegen nahmen. „Nehmt Wind, Wasser, Sonne BoAPlus in die Tonne“ und „Braunkohle-Kraftwerke sind Feinstaub-Schleudern“ waren unsere Parolen, dazu gab es große Kraftwerksfotos und Plakate.

Ca. ab 10 Uhr waren viele von uns im Sitzungssaal, die kritischen Einwände bzgl. einer Änderung des Regionalplans zur Ermöglichung eines neuen Braunkohlekraftwerks von den Linken und dem BUND stießen wie erwartet auf taube Ohren bei den VertreterInnen der Koalitionen von CDU, SPD und FDP. Das Ergebnis: 35 Stimmen dafür – für BoAPlus-Ermöglichung, die 6 VertreterInnen von den Grünen und der Linken dagegen. Vor allem VertreterInnen der direkt betroffenen Bürgerinitiativen brachten ihre Empörung spontan durch Zwischenrufe zum Ausdruck.

Trotz der – leider zu erwartenden – Niederlage gab es auch Grund zum Optimismus: wir werden immer mehr, immer vernetzter und immer besser aufgestellt, um die bestehenden Machtverhältnisse in mittel- und langfristiger Zukunft beeinflussen und verändern zu können.

+++ TERMINE auf einen Blick +++

13.-15.07. Köln: ausgeCO2hlt-Kampagnentreffen mit Klimacampvorbereitung auf dem No Border Camp

21.07. Hamburg: Soliparty Rote Flora

ab 01.08. Kerpen-Manheim: Aufbau Klimacamp 2012 (ab 30.07. Bau der Duschen und Waschbecken)

03.-12.08. Kerpen-Manheim: Klimacamp 2012 im Rheinischen Braunkohlerevier
www.klimacamp.ausgeco2hlt.de

bis ca. 15.08. Kerpen-Manheim: Abbau Klimacamp 2012

11.-19.08. Jänschwalde: Klima- und Energiecamp in der Lausitz
http://lausitzcamp.info

20.-26.08. Hohenmölsen: Klimacamp im mitteldeutschen Revier
http://www.zukunftsbund-luetzen.de/

-- www.ausgeCO2hlt.de info@ausgeCO2hlt.de

Liebe Klima-Bewegte,

es sind keine 100 Stunden mehr bis zum Klimacamp und alles sieht vielversprechend aus:
unsereInfrastrukturstehthervorragendda,beimBlickaufdasProgrammwerdenwirselbstschonganzkribbeligundauchAktionshungrigesindbeiunsmitAnreiseabSamstaggutaufgehoben.LetztenDonnerstaghabenwirunsschonmalwarmgelaufenundsindRWEaufsDachgestiegen. Einen Tag später gab es eine gemeinsame Pressekonferenz mit den beiden anderen Klimacamps, die auf viel Resonanz gestoßen ist (siehehttp://www.ausgeco2hlt.de/presse/pressemitteilungen/).Und seit wenigen Stunden sind die ersten Leute auf dem Platz um ab morgen früh mit den Aufbauarbeiten zu beginnen.

IN DIESEM NEWSLETTER:
  • ABLAUF KLIMACAMP
    • Auftaktwochenende
    • Workshopprogramm
    • Aktionen
    • Solifestival
    • bitte mitbringen
  • UNTERSTÜTZUNG
    • Hilfe beim Auf- und Abbau
    • Material
    • Kohle gegen Kohle
  • TERMINE AUF EINEN BLICK


+++ABLAUFKLIMACAMP +++

Für alle Detail- und Anreise-Infos: www.klimacamp.ausgeco2hlt.de

+AUFTAKTWOCHENENDE +

Das Camp startet am kommenden Freitag um 18 Uhr mit Abendessen und anschließendem Eröffnungsplenum und Konzert vonFaulenza zum Warmtanzen. Am Samstag vormittag lernen wir bei einer bunten,familienkompatiblen Fahrraddemo dieUmgebung und den TagebauHambach kennen. Nachmittags gibt's auf der Waldbesetzung im Hambacher Forst erste Workshops und Aktionstrainings. Bitte bringt darum eure Fahrräder mit! Am ersten Camp-Sonntag laufen tagsüber Workshops, Aktionstraining und Bezugsgruppenfindung, am Abend wartet ein besonderes Highlight: wirkonnten die BerlinerCompagnie dafür gewinnen,ihr Theaterstück Soheiß gegessen wie gekocht.Klimakatastrophe mit Musik aufzuführen!! In dieser Polit-Satire geht es um einen kleinen Gasthof, der zum Widerstandnest gegen einen scheinbar übermächtigen Stromkonzern wird – ein Stück mit schrägen Typen, schmissigen Songs und heißen Rhythmen. (mehr Infos unter www.berlinercompagnie.de, Eintritt 4€, normalerweise 14€).

+WORKSHOPPROGRAMM +

Das detaillierte Programm könnt Ihr unter http://www.ausgeco2hlt.de/klimacamp/programm-2/ einsehen, hier nur einige Anschmecker:

Es gibt u.a. Beiträge zum Klimawandel wie „Klimawandel und Menschenrechte“, „Klimaschädliche Investitionen der Banken“ oder zur „Kollektiven Verleugnung des Klimawandels“.

Bei zahlreichen Vorträgen könnt ihr euch gezielt über das Thema Braunkohle informieren, z. B. „Europa ohne Kohle“, Radioaktivität und Feinstaub durch Braunkohletagebaue oder ein Vortrag zum geplanten neuen Kohlekraftwerk in Niederaußem.

Es wird viele bewegungs- und aktionsorientierteWorkshops geben, z. B. zu den Themen Direct Action, nachhaltiger Aktivismus oder auch ein Workshop, bei dem Synergien zwischen der AntiAtom- und AntiKohle-Bewegung gefunden werden sollen.

Bei Exkursionen zum Tagebau Hambach, umgesiedelten Dörfern und zur Waldbesetzung im Hambacher Forst können wir neben Informationen auch besonders tiefe Eindrücke sammeln.

Verschiedenste Alternativen werden in Workshops über Energiedemokratie, zur solidarischen Postwachstumsgesellschaft oder auch der Energiegewinnung mit Zugdrachen vorgestellt.

Und wir bieten natürlich auch wieder praktische Workshops an, z. B. Actionsamba für jedermensch, Pflanzenkistenbau oder traditionelle Tänze.

 

+AKTIONEN +

Am ersten Campsamstag starten wir morgens mit einer Fahrraddemo zum Tagebau Hambach. Am selben Tag gibt es um 17.30 Uhr das erste Aktionsplenum, bei dem weitere Pläne geschmiedet werden. Wir bieten zwischen Samstag und Dienstag täglich Aktionstrainings und Bezugsgruppenfindung an. Wir wollen gut vorbereitet sein und bitten um möglichst frühzeitige Anreise ab Samstag, spätestens Sonntag. Am Mittwoch wird es einen Aktionstag im rheinischen Braunkohlerevier geben – wir sind selbst gespannt...

+SOLIFESTIVAL +

Unter dem Motto "Feiern against Climate Change" findet am zweiten Klimacamp-Wochenende ein Solifestival fürs Camp statt. Bei dem vielfältigen Lineup ist für jede_n was dabei:

Fr. 10.08.2012 ab ca. 19:00 Uhr
Nic Knatterton (HipHop / Aachen)
Tequila & the Sunrise Gang (Reagge Ska-Punk / Kiel)
BlibBlob (Chip Tunes / Osnabrück)
Lucha Amada (Mestizo Soundsystem / BN/B)
Sound Nomaden (Elektro Swing & Global Beats / Münster)

Sa 11.08.2012 ab ca. 17:00 Uhr
Buxbäume & Strauchdiebe (Straßen-Akustik-Folklore-Punk / Köln)
The Coconut Butts (Skapunk / Simmerath/Eifel)
Guts Pie Earshot (Breakbeat Techno Drum ‘n’ Bass Punk)
Dj Vaga (AllerweltsRebelfolk / South Italy/Berlin)
Farbie Froh (Drum ‘n’ Bass / Heidelberg)
neoBeo (Ambient Chillout / Synergy Tribe)

Mehr Infos zu den Künstler_innen unter www.ausgeco2hlt.de/klimacamp/programm-2/festival

+BITTE MITBRINGEN +

 
  • Zelt, Isomatte, Schlafsack und persönlichen Kram – es wird auch ein paar Schlafplätze ohne viel Luxus in Gemeinschafts- oder Leihzelten geben
  • Fahrräder – das rheinische Braunkohlerevier ist grooooooooooooß und auch zur Waldbesetzung fährt sich’s besser (wir haben nur sehr wenige Leihfahrräder vor Ort)
  • ausrangierte Klamotten und sonstige schöne Sachen für unser Klamottentauschregal und die Give Box
  • Musikinstrumente, Spielzeug und alles, was das Camp schöner macht
 

+++UNTERSTÜTZUNG+++

Das Klimacamp lebt davon, dass alle zum Gelingen beitragen, in der Küche mit schnippeln, Klos putzen und Nachtwache halten. Darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten, uns und das Camp zu unterstützen:

+HILFE BEI AUF- &ABBAU +

Insbesondere ab Mittwoch können wir auf dem Campplatz Unterstützung beim Aufbau gut gebrauchen. Insbesondere zum Abbau, wenn viele von uns endgültig „kaputt gespielt“ sein dürften, freuen wir uns über zahlreiche helfende Hände!!

+MATERIAL +

Wer von nicht zu weit weg kommt und noch Transport-Kapazitäten hat, kann gerne von folgenden Dingen noch was mitbringen:
  • Werkzeug aller Art
  • Farben, Pinsel, Bannerstoff
  • Fahrräder zum Verleihen
  • Zelte, Schlafsäcke und Isomatten zum Verleihen
  • Kinderspielzeug
  • Erste.Hilfesets
  • Lampenschirme mit Glühbirnen
  • Decken
  • Planen
  • Mehrfachstecker, Kabeltrommeln
  • Seile und Schnur
  • schöne Tücher, Kerzen, Teelichter etc.
 

+KOHLE GEGEN KOHLE +

Wir freuen uns über jede_n Camp-Teilnehmende_n und wollen, dass alle, die wollen, auch teilnehmen können!! Es wurden einige Euronen ausgegeben um das Camp zu verwirklichen – dabei haben wir versucht so kosten- und ressourcenschonend wie möglich zu arbeiten. Um die Kosten zu decken, benötigen wir am Tag pro Person 10 €; daher kommunizieren wir dies auch als Richtwert für den Teilnehmer_innenbeitrag. In diesem Betrag sind drei leckere bio-vegane Mahlzeiten enthalten (7,50 €) sowie ein Beitrag zur Infrastruktur des Camps (Zelte, Leihgebühr eines Transporters, selbstgebaute Duschen, Solarversorgung, Müllentsorgung etc.). Wir haben Schaubilder angefertigt, wie viel wir für was ausgegeben haben um für alle die Transparenz zu wahren (diese findet ihr im Infozelt).

Es ist wichtig, dass du dich finanziell beteiligst, denn wir möchten nach dem Camp nicht auf einem Berg Schulden sitzen. Außerdem wollen wir die Kampagne weiterführen – alles, was wir nach dem Camp nicht aus anderen, hart-erkämpften Töpfen ausgleichen müssen, wird in die sehr wichtige Anti-Repressionsarbeit fließen; zur Unterstützung und Durchführung vieler weiterer Aktionen dienen und sicherstellen, dass wir auch in Zukunft Öffentlichkeits-, Vernetzungs- und Bildungsarbeit machen können!
Deine Teilnahme soll aber auf keinen Fall am Geld scheitern! Wenn 10 € für dich zuviel sind – komm trotzdem und gib der Bewegung soviel wie du kannst!

Erfahrungsgemäß können einige Teilnehmende nicht so viel bezahlen und es kann passieren, dass wir am Ende nicht kostendeckend rauskommen. Darum freuen wir uns sehr über kleine und große Spenden, auch von Menschen, die nicht persönlich zum Camp kommen können. Alle Spenden-Daten hier: http://www.ausgeco2hlt.de/klimacamp/mitmachen/spenden/


+++TERMINE AUFEINEN BLICK+++

ab jetzt, Kerpen-Manheim: Aufbau des Klimacamps 2012

3.-12.08.,Kerpen-Manheim:Klimacamp2012imrheinischenBraunkohlerevierwww.klimacamp.ausgeco2hlt.de

12.-14.08., Kerpen-Manheim: Abbau des Klimacamps 2012

11.-19.08.,Cottbus:LausitzerKlima-undEnergiecamp2012,www.lausitzcamp.info

20.-26.08.,HohenmölsenbeiLeipzig:Klima-CampimmitteldeutschenBraunkohlerevier,http://www.zukunftsbund-luetzen.de/?page_id=37
-- 

www.ausgeCO2hlt.de
info@ausgeCO2hlt.de

Liebe Freundinnen und Freunde von Attac, liebe Mitglieder,

fehlende Kita-Plätze, geschlossene Bibliotheken und Schwimmbäder, öffentlicher Nahverkehr mit Mängeln und Lücken – während den öffentlichen Kassen Mittel für dringend notwendige Investitionen fehlen, öffnet sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter. Dabei ist extrem ungleiche Verteilung von Vermögen nicht nur eine Gefahr für den Zusammenhalt unserer Demokratie und Gesellschaft, sondern auch eine wesentliche Ursache der aktuellen Finanzkrise. In Deutschland verfügen mittlerweile 0,1 % der Bevölkerung über 22,5 % der Privatvermögen, während die Hälfte der Bevölkerung knapp 1,4 % besitzt. In einem breiten Bündnis setzt sich Attac für eine einmalige Vermögensabgabe und für eine Vermögensteuer ein.
Das Bündnis umFAIRteilen wird dieser Forderung an einem bundesweiten Aktionstag am 29. September 2012 in Berlin, Köln, Frankfurt, Hamburg und anderen Städten Nachdruck verleihen.

Außerdem berichten wir im Attac-Newsletter heute über:
 

Sommer- und Aktionsakademie in Mainz
Vom 1. bis 5. August in der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz
In diesem Jahr finden Sommer- und Aktionsakademie von Attac parallel statt – vom 1. bis 5. August an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz.
Bei der Sommerakademie treffen sich Attacies und andere Neugierige, um miteinander zu lernen, zu diskutieren, sowie Strategien und Kampagnen zu planen. Entlang der Themenblöcke Finanzmärkte entwaffnen, Reichtum umverteilen, Demokratie erstreiten, Klimagerechtigkeit und politisches Handwerkszeug werden wir jede Menge spannender Podien, Foren und Workshops erleben. Ein buntes Kulturprogramm mit Konzerten, Kabarett, Kinoprogramm und vielem mehr, Angebote für Meditation, Samba, Straßentheater und globalisierungskritische Stadtrundgänge runden das Programm ab.
Bei der Aktionsakademie treffen sich alle, die den politischen Aktivismus erlernen oder sich darin weiterbilden, Gelerntes ausprobieren oder eigene Erfahrungen weitergeben wollen. Der Fokus liegt auf Methoden, mit denen Protest und Widerstand gezeigt und Alternativen vermittelt werden können: Straßentheater, Klettern, Aktionsfotografie, Sambatrommeln, Web 2.0-Aktivismus, Zivilier Ungehorsam, Adbusting und mehr. Teilnehmer_innen der Aktionsakademie können das Abend- und Kulturprogramm der Sommerakademie kostenfrei besuchen. Teilnehmer_innen der Sommerakademie können ohne weitere Kosten bei allen Veranstaltungen der Aktionsakademie mitmachen.

 

Petition für Bedingungsloses Grundeinkommen bei der Europäischen Union eingereicht
Europäisches Delegiertentreffen in Paris
Am 7. und 8. Juli hat sich der Bürgerausschuss für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) in Paris getroffen. In dem Bürgerausschuss mit Delegierten aus 14 europäischen Ländern sind auch Aktive der bundesweiten Attac-AG „Genug für alle“ vertreten. Anlass des Treffens war die Einreichung der endgültigen Version der BGE-Petition bei der Europäischen Union zur Registrierung.
Sollte die Registrierung der Europäischen Bürgerinitiative erfolgreich sein, werden die BGE-Initiativen damit beginnen, europaweit Unterschriften für die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu sammeln. Das ehrgeizige Ziel der Aktivist_innen ist, eine Million Unterschriften zusammenzubekommen.

 

Newsletter der Attac-AG „Energie, Klima, Umwelt“
McPlanet-Rückblick / EKU-AG bei Blockupy / Kritik an Rio+20 u.a.
Der gestern erschienene Newsletter der Attac-AG „Energie, Klima, Umwelt“ berichtet unter anderem vom McPlanet Kongress, den Attac gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen im April in Berlin organsiert hatte. Auch bei den Blockupy-Aktionstagen, die vom 16. bis 19. Mai in Frankfurt am Main stattfanden, hat sich die EKU-AG dafür eingesetzt, soziale und ökologische Kämpfe zusammenzuführen. Während der Rio+20-Konferenz hat Attac das „Peoples Summit“, den Gegengipfel der sozialen Bewegungen, unterstützt. In diesem Sommer gibt es wieder Klimacamps in der Nähe der großen Braunkohletagebaugebiete.
Die EKU-AG sucht Mitstreiter_innen. Wer Lust hat reinzuschauen oder beim nächsten Treffen dabei zu sein, kann an eku@attac.de schreiben.

 

Aktion „Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“
Gemeinsam gegen den Export von Terror und Gewalt „made in Germany“
Die deutschen Exporte von Kriegswaffen und Rüstungsgütern haben sich in den letzten Jahren verdoppelt. Zu den Empfängern zählen auch Diktaturen und autoritäre Regime in Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa. Deutschland ist inzwischen der drittgrößte Rüstungsexporteur weltweit.
Attac setzt sich in einem breiten Bündnis für einen Stopp der Waffenexporte ein. Die „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!“ sammelt Unterschriften, organisiert Veranstaltungen und Mahnwachen und bereitet für den 31. August einen überregionalen Aktionstag in Süddeutschland vor.

Termine

29.7. Hannover: Treffen der Attac-AG Energie-Klima-Umwelt
Weitere Informationen

1.8.-5.8. Mainz: Sommerakademie
Weitere Informationen

1.8.-5.8. Mainz: Aktionsakademie
Weitere Informationen

3.8.-12.8. Manheim: Manheim. ausgeCO2hlt – Klimacamp im Rheinland
Weitere Informationen

11.-19.8. Jänschwalde: Lausitzer Klima-und Energiecamp
Weitere Informationen

 

Neu im Webshop
Alle Materialien sind online unter http://shop.attac.de bestellbar, bei speziellen Wünschen auch telefonisch unter 069/900281-10 oder per E-Mail an info@attac.de.
Wer immer über neue spannende Bücher oder Broschüren rund um unsere Themen informiert werden und keine Veröffentlichung Attac-eigener Materialien verpassen will, kann sich unter http://shop.attac.de für den Webshop-Newsletter eintragen.

Basistext 38: Financial Crimes
Welchen Anteil haben die Banken und die Politik der Deregulierung der Finanzmärkte an der gegenwärtigen Krise, und welche Alternativen gibt es? Am Beispiel der USA und Deutschlands erklären die drei Attac-Autoren Christian Felber, Markus Henn und Stephan Lindner, welchen Anteil die Banken und die Politik der Deregulierung der Finanzmärkte an der gegenwärtigen Krise haben. Die tieferen Ursachen dieser Krise liegen aber nicht ausschließlich im Finanzsektor, sondern auch in einer immer ungleicher gewordenen Verteilung von Vermögen und Einkommen, einem wachsenden Demokratiedefizit und einem nicht nachhaltigen Wirtschaftsmodell. Es bedarf daher umfassender Alternativen, die weit über den Finanzsektor hinausgehen.
Taschenbuch, 96 Seiten, für € 7,- erhältlich im Attac Webshop

Lunapark21 #18: Neue und alte Jagd nach Rohstoffen

Amnesty International - Logo Amnesty International. Sei dabei.

 
Liebe/r ,eine Einigung war zum Greifen nah:Am letzten Tag der New Yorker Verhandlungen für einen Waffenhandelskontrollvertrag lag ein Vertragsentwurf auf dem Tisch, den die Mehrheit der Staaten unterstützte. Der Text war nicht perfekt, aber eine gute Grundlage für ein Abkommen.Demnach hätten Staaten keine Waffenexporte mehr genehmigen dürfen, wenn das ernsthafte Risiko besteht, dass damit ernsthafte Menschenrechtsverletzungen begangen werden können. Zudem enthielt er Regelungen zum Handel mit Munition – ein äußerst umstrittener Punkt.Doch dann ergriff der Vertreter der USA das Wort – und forderte mehr Zeit zum Prüfen. China und Russland schlossen sich an. Eine Einigung war mit einem Schlag unmöglich. „Es ist empörend, dass die Weltmächte den Vertragsabschluss verzögert haben. Jede Minute stirbt ein Menschen durch Waffengewalt. Wie viel Zeit brauchen sie noch?“, sagt Katharina Spieß, Amnesty-Vertreterin vor Ort.Doch trotz aller Empörung – es gibt keinen Grund den Kopf hängen zu lassen. Weder die Konferenz, noch Ihr persönlicher Einsatz für unsere Kampagne „Hände hoch für Waffenkontrolle“ waren vergeblich. Der enorme zivilgesellschaftliche Druck hat dazu beigetragen, dass der Vertragsentwurf wesentliche Vorschriften zum Schutz der Menschenrechte enthält.

Vor der Konferenz konnten wir dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mehr als 620.000 Unterschriften für einen starken Waffenhandelsvertrag überreichen – darunter auch Ihre. Mehr als 10.000 Menschen nahmen vergangene Woche innerhalb von 48 Stunden an unserem Eilaufruf an Außenminister Guido Westerwelle teil und forderten ihn auf, gegenüber den USA und anderen Staaten standhaft zu bleiben.

Ein Ergebnis: 90 Staaten – darunter Deutschland – sprachen sich am Ende der Konferenz dafür aus, auf Grundlage des vorliegenden Entwurfs auf einen schnellen Vertragsabschluss hinzuarbeiten. Nach der Konferenz erklärte Westerwelle: „Deutschland tritt nun dafür ein, dass es so schnell wie möglich einen neuen Anlauf für ein weltweit verbindliches Waffenhandelsabkommen gibt.“

Nehmen wir ihn beim Wort! Der nächste entscheidende Termin ist die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Oktober. Dort geht es darum, das Erreichte zu verteidigen und verbliebene Schlupflöcher zu schließen. Unsere Online-Aktion an die deutsche Regierung läuft daher weiter.

Vielen Dank, dass Sie unsere Petition bereits unterzeichnet haben!

Helfen Sie uns auch weiterhin dabei, dass unsere Kampagne ein Erfolg wird. Klicken Sie hier und informieren Sie Ihre Freundinnen und Freunde über unsere Petition: http://www.amnesty.de/weitersagen

Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Kampagnen-Team bei Amnesty International in Deutschland

Bürgerinitiative IGEL Freiburg :

Flyer :

IGEL-Flyer

Fehmarnbelt :

aufgeMUCt München :

Pro Rheintal :

ICE Strecke Erfurt – Nürnberg :

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